06:57 21 Oktober 2020
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    Die italienische Regierung will die Coronavirus-Krise als Grundlage für weitreichende Reformen nutzen.

    Am Samstag brachte Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte ehrgeizige Vorhaben auf den Weg, die das Land in zahlreichen Feldern voranbringen sollen. Konkret handelt es sich um einen Abbau der Bürokratie, um Investitionen in die Digitalisierung und in umweltfreundliche Energiequellen, um verbesserte Bildung, mehr Unterstützung für Arme und bessere Berufschancen für Frauen.

    „Wir müssen die Gelegenheit ergreifen, und die Krise zu einer Chance machen, und alle Hindernisse beseitigen, die das Land gebremst haben“, betonte Conte.

    Italien gehört zu den Ländern, die von der Corona-Pandemie am stärksten betroffen waren. Die Behörden haben bislang mehr als 236.000 Infektionen und über 34.000 Todesfälle festgestellt. Die Wirtschaft wird nach Schätzung der Regierung in diesem Jahr um wenigstens acht Prozent schrumpfen.

    Hilfe verspricht sich Italien insbesondere von dem geplanten europäischen Wiederaufbaufonds. Dieser soll nach Vorschlag der EU-Kommission ein Volumen von 750 Milliarden Euro haben. Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs wollen am Freitag in einer Videokonferenz darüber beraten. Nach Plänen der Kommission wäre Italien mit Zuwendungen von 170 Milliarden Euro größter Nutznießer des Fonds.

    ac/mt/rtr

     

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    Tags:
    Sonderfonds, Wiederaufbau, EU, Giuseppe Conte, Reformen, Krise, Coronavirus, Italien