21:26 06 Juli 2020
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    Nach Anti-Rassismus-Protesten in Frankreich hat Staatspräsident Emmanuel Macron in seiner Rede an die Nation am Sonntag versprochen, den Kampf gegen Diskriminierung fortzusetzen. Den Abbau von Kolonialdenkmälern lehnte er vehement ab.

    Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai in den USA kommt es in vielen Ländern zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt. In Frankreich gab es bei den Protesten Angriffe auf Denkmäler für Personen aus der Kolonialzeit.

    „Wir sind eine Nation, wo jeder unabhängig von seiner Herkunft oder seiner Religion seinen Platz finden muss“, sagte Macron in seiner Fernsehansprache laut „Le Parisien“.

    Er kündigte neue Maßnahmen an, um die gleichen Chancen sicherzustellen, und zum Kampf gegen Rassismus. Forderungen nach dem Abbau von Denkmälern, die von Demonstranten als rassistisch angesehen werden, lehnte Macron jedoch ab.

    „Die Republik wird keine Spur aus ihrer Geschichte ausradieren...und keine Statuen abbauen“, sagte er.

    George Floyd war am 25. Mai in Minneapolis ums Leben gekommen, nachdem ein Polizist sein Knie minutenlang an den Hals des 46-jährigen Schwarzen gedrückt hatte. Floyd hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, wie ein Video festgehalten hatte.

    Der Mann wurde bei seiner Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt. Alle vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden entlassen, einer von ihnen wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

    leo/ae

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    Tags:
    George Floyd, Denkmäler, Kampf, Protest, Diskriminierung, Rassismus, Emmanuel Macron