19:43 28 Oktober 2020
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    Die Nato behandelt und überwacht laut dem Generalsekretär der Allianz Jens Stoltenberg weiterhin auf verschiedenen Ebenen die Situation in Libyen, die die Sicherheit der südlichen Verbündeten der Allianz beeinträchtigt.

    „Die Situation in Libyen bleibt schwierig und gefährlich. Die Nato ist zutiefst besorgt über Berichte über Massengräber“, sagte Stoltenberg in einer Pressekonferenz am Dienstag vor der Videoschalte der Nato-Verteidigungsminister.

    Ihm zufolge weisen die Ereignisse in Libyen erneut auf die Notwendigkeit einer „friedlichen und politisch verhandelten Lösung“ hin.
    Weiter fügte Stoltenberg hinzu, dass die Nato auch „über zunehmende Präsenz Russlands im östlichen Mittelmeerraum, in Syrien sowie in Libyen“ besorgt sei.

    „Wir müssen diese Situation sorgfältig überwachen. Wir führen Gespräche über Libyen in der Nato in verschiedenen Formaten, da dies die Sicherheit unserer südlichen Verbündeten sowie die Sicherheit der gesamten Nato beeinträchtigt“, unterstrich der Generalsekretär.

    Das libysche Thema stehe nicht auf der Tagesordnung der Videokonferenz, einige Mitglieder des Bündnisses wollten es jedoch zur Sprache bringen. Das Treffen der Verteidigungsminister soll am 17. und 18. Juni stattfinden.

    Lage in Libyen

    Seit dem von der Nato unterstützten Sturz des langjährigen Staatschefs Muammar al-Gaddafi vor neun Jahren steckt Libyen im Kriegschaos und wird von einer Doppelherrschaft geführt. Die von der UN anerkannte Regierung von Fajis al-Sarradsch in Tripolis kontrolliert den Westen des nordafrikanischen Landes und befindet sich in einer Dauerauseinandersetzung mit der Libyschen Nationalarmee von Chalifa Haftar. Diese kooperiert mit dem vom Volk gewählten Abgeordnetenrat, der im Osten Libyens das Sagen hat. Haftar versucht seit April 2019, die Macht in Tripolis zu ergreifen.

    Russland hat wiederholt Berichte über die Teilnahme am Libyen-Konflikt dementiert und die Behauptung, in Libyen hielten sich russische Söldner auf, als fadenscheinig zurückgewiesen. Moskau plädiert für eine friedliche Regelung der Situation in dem afrikanischen Land und steht in Kontakt zu den beiden sich bekämpfenden Seiten.

    sm/gs

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    Tags:
    Sicherheit, Libyen, Allianz, Jens Stoltenberg, NATO