15:02 09 Juli 2020
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    Der frühere Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat am Dienstag bei einem Gespräch mit dem SWR-Radio zu dem angekündigten Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland Stellung genommen. Das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA war ihm zufolge noch nie so schlecht.

    „Ja, ganz sicher“, sagte Gabriel. Neben der „speziellen Persönlichkeit“ des US-Präsidenten Donald Trump liege das auch an einer neuen Ausrichtung der USA, die weniger europäisch und stattdessen mehr pazifisch sei.

    Künftig rechnet Gabriel mit weiteren Alleingängen der US-Amerikaner. Die Tendenz zum Protektionismus, zur Förderung der heimischen Wirtschaft und zur Ausgrenzung von Wettbewerbern aus dem Ausland werde in den USA zunehmen.

    „Was ja passiert ist, dass nach der Corona-Pandemie in den USA eine Haltung vorherrschen wird, nicht nur ‚America first‘, sondern auch ‚American jobs first‘“, so Gabriel.

    Trump kündigt Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland an

    Am Montag hat US-Präsident Donald Trump offiziell sein Vorhaben bestätigt, US-Truppen in Deutschland massiv abzuziehen. Als Grund nannte Trump Deutschlands angebliche Schulden gegenüber der Nato. Um den Truppenabzug zu verhindern, muss Berlin Trump zufolge Geld zahlen.

    Trump kündigte an, die Anzahl der in Deutschland stationierten US-Soldaten von gut 34.500 auf 25.000 zu reduzieren.

    Sigmar Gabriel war von November 2009 bis März 2017 Bundesvorsitzender der SPD und von Dezember 2013 bis März 2018 Vizekanzler Deutschlands.

    ns/gs/dpa  

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    Tags:
    SWR-Radio, Donald Trump, Sigmar Gabriel, USA, Truppenabzug, Deutschland