12:48 29 Oktober 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    58512
    Abonnieren

    Die Ukraine hat laut der russischen Außenamtssprecherin Maria Sacharowa aus politischen Gründen den Status eines Partners der Nato mit erweiterten Möglichkeiten (EOP) erhalten. Diese Entscheidung fördert ihr zufolge den destruktiven Kurs Kiews.

    „Was auch immer in der Nato in Bezug auf diese Entscheidung gesagt wird, der politische Hintergrund ist offensichtlich – besonders unter den heutigen Bedingungen, wo Kiew die Erfüllung der Minsker Vereinbarung offen sabotiert. Dies hat das Bündnis selbst mehrmals betont. Kiew setzt den Krieg im Donbass fort. Diese Entscheidung ist nicht anders, als eine gezielte Förderung dieses destruktiven Kurses der ukrainischen Behörden zu bewerten“, sagte Sacharowa am Mittwoch in einem Pressegespräch.  

    „Mit immer neuen Dividenden“ zeigen die Nato-Staaten in der Tat, dass „sie an der Regelung des innerukrainischen Konfliktes nicht interessiert sind“.      

    „Sonst wird es schwierig sein, die Bürger durch die erfundene russische Bedrohung weiter einzuschüchtern und die östliche Flanke des Bündnisses militärisch auszubauen“, betonte die Sprecherin.  

    Ukraine bekommt erweiterten Nato-Partnerstatus

    Am Freitag hat die Ukraine laut ihrem Außenminister Dmitry Kuleba den Status eines Partners der Nato mit erweiterten Möglichkeiten (EOP) erhalten.

    Im Dezember 2014 hatte die Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) Änderungen in zwei Gesetze eingebracht, wodurch die Ukraine ihren Status als blockfreier Staat aufgegeben hat. Zwei Jahre später wurden zusätzliche Änderungen verabschiedet, die den Beitritt zur Nato als außenpolitisches Ziel des Landes festlegen.

    Laut dem Programm der ukrainischen Regierung wird das Land weiterhin am Kurs zur Integration des Landes in die Europäische Union und die Nato festhalten. Der frühere Generalsekretär des Bündnisses Anders Fogh Rasmussen erklärte jedoch zuvor, dass Kiew eine Reihe von Beitrittskriterien erfüllen werden müsse, deren Umsetzung viel Zeit in Anspruch nehmen werde.

    Experten glauben, dass die Ukraine in den nächsten 20 Jahren keine Mitgliedschaft in der Allianz beanspruchen könne.

    ns/gs/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Messerattacke in Kirche von Nizza: Drei Todesopfer bestätigt
    Russlands Verteidigungsministerium zeigt Start neuer Abfangrakete – Video
    Hyperschallraketen in Europa? „Keine Notwendigkeit für Eskalation eines Wettrüstens“ – Botschafter
    Nato-Schiffe im Schwarzen Meer unter den Argusaugen Russlands
    Tags:
    Werchowna Rada, Hintergrund, Maria Sacharowa, Status, NATO, Russland, Ukraine