13:43 09 Juli 2020
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    Nach den neuen Sanktionen der USA gegen Syrien will der Iran seine Beziehungen zu Damaskus stärken und insbesondere im Wirtschaftsbereich enger kooperieren. Dass Washington gerade in der Corona-Krise seine Sanktionen verschärft, bezeichnet das Außenministerium in Teheran als Wirtschaftsterrorismus.

    Die neuen US-Strafmaßnahmen richten sich gegen die syrische Wirtschaft sowie gegen Präsident Baschar al-Assad persönlich.

    „Wir werden mit dem standhaften Volk und mit der Regierung Syriens wie gehabt weiter im Bereich der Wirtschaft zusammenarbeiten und trotz Sanktionen unsere Beziehungen festigen“, erklärte der iranische Außenamtssprecher, Abbas Musawi, am Donnerstag.

    Die amerikanischen Sanktionen bezeichnete er als Wirtschaftsterrorismus und als nicht human. Denn in der Coronavirus-Pandemie würden die Strafmaßnahmen den Syrern noch mehr Leid zufügen.  

    Die Vereinigten Staaten haben im Zuge des sogenannten Caesar Acts neue Sanktionen gegen Syrien, die so gut wie alle Wirtschaftssparten des kriegsgebeutelten Landes treffen, verhängt. Die Sanktionen, die Präsident Donald Trump Ende 2019 unterzeichnet hatte, traten am 1. Juni in Kraft und wurden am 17. Juni noch erweitert. Unter die Strafmaßnahmen fallen der syrische Präsident, Baschar al-Assad, seine Ehefrau Asma und Schwester Bushra sowie elf weitere Personen und 21 Organisationen.

    Der Caesar Act wurde in den US-Militäretat für 2020 (Beginn am 1. Oktober 2019) aufgenommen.  Er sieht vor, dass Washington nun weltweit Strafmaßnahmen gegen Personen und Firmen verhängen kann, wenn sie mit Syriens Regierung oder den neu sanktionierten Personen Geschäfte machen. Die USA hatten im Frühjahr 2011 erstmals direkte Sanktionen gegen Syriens Staatschef beschlossen.

    leo/sna/ae

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    Tags:
    Wirtschaft, Zusammenarbeit, Bashar al-Assad, Sanktionen, USA, Iran, Syrien