02:02 11 Juli 2020
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    US-Präsident Donald Trump hat das in Kürze erscheinende Enthüllungsbuch seines früheren Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton als eine „Zusammenstellung von Lügen und erfundenen Geschichten“ bezeichnet.

    Viele der ihm unterstellten Aussagen seien „pure Fiktion“, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. Bolton habe es nur darauf abgesehen, ihn schlecht dastehen zu lassen. Der US-Präsident hat Boltons Vorwürfe seit Bekanntwerden des Inhalts von dessen Buch am Mittwochnachmittag (Ortszeit) bereits mehrfach zurückgewiesen. Trump bezeichnete Bolton unter anderem als „Lügner“.

    Bolton, der fast eineinhalb Jahre Trumps Sicherheitsberater war, zeichnet in dem Buch das wenig schmeichelhafte Bild eines Präsidenten, der vor allem seine persönlichen Interessen verfolgt und stets um seine Wiederwahl besorgt ist. Bolton stellt Trump in der Außenpolitik auch als teils ahnungslos und sprunghaft handelnd dar.

    Boltons Enhüllungsbuch

    Zuvor hatten amerikanische Medien unter Berufung auf Boltons noch nicht veröffentlichtes Buch berichtet, dass der US-Präsident den chinesischen Staatschef Xi Jinping um Hilfe für seine Wiederwahl gebeten haben soll.

    Trump soll 2019 am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka das Gespräch, in dem es eigentlich um ein Handelsabkommen zwischen den beiden Ländern gegangen sei, mehrfach auf die US-Präsidentschaftswahlen gelenkt haben. Dabei habe er auf Chinas Wirtschaftsmöglichkeiten angespielt und Xi gebeten, sicherzustellen, dass er gewinnen würde, hieß es. 

    Das Buch soll am 23. Juni erscheinen. Der Veröffentlichungstermin wurde zuvor mehrmals verschoben, nachdem das Justizministerium der USA Bolton aufgefordert hatte, den Inhalt des Buches mit den Behörden abzustimmen. Laut Bolton sind die US-Behörden berechtigt, Änderungen an den Büchern ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses vorzunehmen. Er dürfe daher keine direkten Zitate von Trump anführen.

    mka/gs

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    Tags:
    Enthüllungsbuch, John Bolton, Donald Trump