13:18 09 Juli 2020
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    Die AfD-Bundestagsfraktion hat die Umbenennung von Straßen abgelehnt, welche die Namen von Verantwortlichen der deutschen Kolonialpolitik im vergangenen Jahrhundert tragen. Ihr Arbeitskreis Kultur und Medien plädierte stattdessen am Donnerstag dafür, solche Straßenschilder mit erklärenden Tafeln zu versehen.

    Ansonsten würden die Erinnerung und die Geschichte ausgelöscht, heißt es in einem Positionspapier zur Begründung.

    „Die heutige Praxis, Straßen, Plätze und Orte umzubenennen, entspringt zumeist der Weltsicht, wonach ein Vermächtnis in jedem Falle den heutigen politisch-korrekten Ansprüchen genügen muss“, schrieben die AfD-Abgeordneten weiter. „Personen und ihr Wirken aus ihrer Zeit heraus zu begreifen, ist dann kaum noch möglich.“

    Allerdings hätten die Namen nur dann Gültigkeit, „wenn der Namensgeber nach den gesetzlichen und übergesetzlichen Werten und Normen seiner Zeit nicht unehrenhaft oder verbrecherisch gehandelt hat“.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Kolonialpolitik, Umbenennung, AfD