07:55 05 Dezember 2020
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    Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg hat Verständnis für die Auswirkungen der Corona-Krise auf die internationalen Klimaproteste. Die 17-Jährige sagte am Mittsommer-Samstag im schwedischen Radio, in einer Krise müssten alle ein paar Schritte zurücktreten und im Sinne des Besten für die Gesellschaft und die Mitmenschen handeln.

    Thunberg betonte, in der Corona-Krise agiere die Menschheit plötzlich so, wie es sein müsse: internationale Krisengipfel würden einberufen, immense Krisenpakete verabschiedet. Die Menschen veränderten ihr Verhalten und ihre Gewohnheiten grundlegend, die Politik arbeite zum Wohle aller zusammen.

    „Dieses Krisenmanagement eröffnet eine vollkommen neue Dimension“, sagte Thunberg.

    Wegen der Pandemie und der damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen können seit Monaten keine größeren Klimaproteste auf den Straßen mehr stattfinden, wie sie nach dem Vorbild Thunbergs das Jahr 2019 geprägt hatten. Thunberg und ihre Gleichgesinnten in aller Welt versuchen deshalb, mit Online-Protesten und kleineren Aktionen vor Ort auf den fortlaufenden Kampf gegen die Klimakrise aufmerksam zu machen und mehr Klimaschutz einzufordern.  

    Das Sommerprogramm des schwedischen Hörfunksenders P1 ist alljährlich eine der beliebtesten Radiosendungen in Schweden. Das Programm wird von Prominenten mit ihren Beiträgen und von ihnen ausgewählter Musik gefüllt. Thunberg war die erste Rednerin des diesjährigen Programms und die jüngste Sommer-Rednerin überhaupt.

    Die Sendung mit Thunberg war bereits vor der offiziellen Ausstrahlung am frühen Samstagnachmittag per Podcast verfügbar. Darin sprach Thunberg auch über ihre Atlantiküberfahrt nach New York City, über ihren Aufenthalt in den USA und die emotionale Rede („How dare you?“) bei der Uno.  

    „In der UN-Vollversammlung spricht man vermutlich nur einmal im Leben“, sagte die junge Schwedin. Deshalb habe sie sich entschlossen, das Beste daraus zu machen - damit sie sich in 60 oder 70 Jahren nicht darüber ärgere, zu wenig gesagt zu haben. Deshalb hätten ein paar Gefühle in die Rede hineingespielt.

    ls/mt/dpa

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    Tags:
    Greta Thunberg, Uno, USA, Schweden