03:37 14 Juli 2020
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    Am Samstag hat der US-Präsident Donald Trump erneut seinen Ex-Sicherheitsberater John Bolton der Gesetzesverletzung beschuldigt und darauf hingedeutet, dass Bolton einen „hohen Preis“ dafür zahlen wird.

    „Alles ist klar und einfach: John Bolton, der ganz am Rande war, als ich ihn entdeckte und ihm eine Chance gab, hat geheime Informationen publik gemacht und damit gegen das Gesetz verstoßen. Dafür wird er aber einen hohen Preis zahlen. Dies soll sich in Zukunft niemals wiederholen“, twitterte Trump.

    ​So reagierte Trump auf die Gerichtsentscheidung, die die Veröffentlichung des Buches von John Bolton am Samstag trotz der Einwände des Weißen Hauses genehmigt hatte. Die offizielle Veröffentlichung ist für den 23. Juni geplant, wobei Boltons Buch schon in die Buchläden geliefert wurde.

    Gleichzeitig stimmte der Richter Royce Lamberth zu, dass Bolton gegen das Verfahren zur Abstimmung des Manuskripts mit den Behörden verstoßen habe, und gab zu, dass er geheime Informationen hätte preisgeben können. Laut dem Gericht werde Bolton nun entweder Ruhm und Geld erhalten oder strafrechtlich verfolgt, falls sein Buch geheime Informationen enthalte. Allerdings urteilte der Richter, dass die US-Regierung nicht feststellen konnte, ob das einstweilige Verbot auf die Veröffentlichung des Buches einen unersetzbaren Schaden verhindern werde.

    Einwände des Weißen Hauses

    Die Trump-Administration behauptet, das Buch enthalte geheime Informationen, und Bolton habe den Inhalt nicht mit den Behörden abgestimmt. Bolton sagt, dass das Buch keine geheimen Informationen enthalte, und das Weiße Haus forderte ihn auf, abfällige Bemerkungen über Trump aus dem Buch zu streichen. Der Verlag behauptet, dass das Buch bereits gedruckt und vertrieben, obwohl noch nicht zum Verkauf angeboten worden sei, sodass die Veröffentlichung de facto nicht gestoppt werden könne. Am Vorabend der Gerichtsverhandlung veröffentlichte eine Reihe von Medien lange Passagen aus dem Buch, die scharfe Kritik an Trump enthalten.

    ac/mt/sna

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    USA, Regierung, Kritik, Gerichtsentscheidung, Veröffentlichung, Buch, John Bolton, Twitter, Donald Trump