05:36 28 September 2020
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    Nordkorea will als Strafaktion gegen Südkorea Millionen von Propagandaflugblättern auf das Nachbarland niederregnen lassen, berichten nordkoreanische Medien. Es handelt sich demnach um zwölf Millionen gedruckte Flugblätter.

    Diese Flugblätter spiegeln „den Zorn und Hass der Menschen aus allen Gesellschaftsschichten“ wider, hieß es am Montag in Berichten der Staatsmedien, die unter anderem von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert werden.

    Außerdem sollen unterschiedliche Mittel zur Verbreitung der Handzettel über die Grenze vorbereitet worden sein, darunter auch mehr als 3000 Luftballons.

    „Die Zeit für vergeltende Bestrafung rückt näher“, hieß es weiter.

    Das Vereinigungsministerium in Seoul hatte Nordkorea am Samstag aufgerufen, die geplante Propagandaaktion zurückzuziehen. Seoul sieht darin einen Verstoß gegen die bilateralen Vereinbarungen von 2018 über vertrauensbildende Maßnahmen einschließlich der Einstellung von Flugblattaktionen und Lautsprecherdurchsagen entlang der militärischen Demarkationslinie zwischen beiden Ländern. Nordkorea wies die Forderung zurück.

    Beziehungen zwischen Nord und Süd

    Die Spannungen zwischen Nord und Süd verschärfen sich derzeit wieder. Nordkorea hatte zuletzt verärgert auf eine Flugblattaktion in Südkorea reagiert, bei der Bürgerorganisationen Ende Mai nahe der Grenze circa 500.000 in Ballons verpackte Flugblätter mit Kritik an der Führung in Pjöngjang in Richtung Norden geschickt hatten. Nordkorea wirft der Regierung in Seoul vor, diese häufig durchgeführte Kampagne zu tolerieren.

    Am vergangenen Dienstag war berichtet worden, dass Nordkorea nach südkoreanischen Angaben das innerkoreanische Verbindungsbüro in der Grenzstadt Kaesong gesprengt hätte. Das ereignete sich nach der Unterbrechung aller Kommunikationsleitungen zu Südkorea.

    ak/sb/dpa/sna

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    Tags:
    Beziehungen, Propaganda, Flugblätter, Südkorea, Nordkorea