06:19 25 Oktober 2020
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    Der ehemalige Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, hat den russischen Präsidenten für seine Fähigkeit, sich auf Verhandlungen vorzubereiten, sehr hoch eingeschätzt.

    Wie Bolton in einem Interview mit dem Sender ABC sagte, demonstriert Putin ein hohes Niveau bei Vorplanung, Vorbereitung und Gründlichkeit, die bei Donald Trump einfach nicht denkbar seien. 

    „Putin bereitet sich sehr umfassend auf die Treffen vor“, sagte Bolton. Er habe eine Vorstellung von den Menschen, mit denen er spreche. Er denke an die Ziele, die er erreichen wolle. 

    Laut Bolton wussten Trumps Helfer nicht, welche Themen er 2018 auf dem Helsinki-Gipfel mit dem russischen Präsidenten besprechen wollte.

    „Ich wusste nicht, was er sagen würde. Es gab keine einzige Sekunde, in der wir wussten, was er vorhat, zu sagen. Wie ich in meinem Buch schreibe, stellte sich später heraus, dass beim Tête-à-Tête-Treffen aus meiner Sicht nichts Unerwartetes passierte, aber das bedeutet, dass wir es unbeschadet verlassen haben“, sagte Bolton, der Mitglied der US-Delegation beim ersten Treffen zwischen Putin und Trump am 16. Juli 2018 war. 

    Die Staatsoberhäupter sprachen etwa zwei Stunden unter vier Augen, dann wurde das Treffen unter Beteiligung anderer Delegationsmitglieder fortgesetzt.

    Boltons Enthüllungsbuch 

    Am 20. Juni erlaubte ein US-Gericht trotz Einwänden aus dem Weißen Haus die Veröffentlichung des knapp 600-seitigen Buches mit dem Titel „The Room Where It Happened“ (etwa: „Der Raum, in dem es geschah“) des Ex-Trump-Vertrauten John Bolton. 200.000 Exemplare wurden bereits an die Geschäfte des Landes geliefert.

    Am 18. Juni wurde berichtet, dass die US-Präsidentenverwaltung gefordert hatte, dass negative Kommentare zu Donald Trump und geheime Informationen, die angeblich in dem Buch veröffentlicht werden, aus den Memoiren entfernt werden.

    om/sb

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