07:05 21 Oktober 2020
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    Kiew wird sich laut den jüngsten Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski gegenüber der kanadischen Zeitung „Globe and Mail“ an internationale Gerichte wenden, falls der Iran seine Verpflichtungen in Bezug auf das im Januar abgeschossene ukrainische Boeing-Flugzeug nicht erfüllt.

    „Ich hoffe, dass wir schließlich mit einer an einem Resultat orientierten Politik der iranischen Regierung rechnen können“, sagte Selenski.

    Es gehe nicht nur darum, dass „sie uns die Blackboxes nicht zurückgeben“. Es gehe auch „um andere Versprechungen. Sie müssen sich offiziell entschuldigen. Sie müssen adäquate Entschädigungen zahlen“, so der ukrainische Staatschef weiter.

    „Sie müssen tun, was sie versprochen haben. Ansonsten werden wir keine andere Wahl haben – und sie kennen unsere Position –, außer dem Gang vor die internationalen Gerichte“, warnte der Präsident.

    Selenski teilte unter anderem mit, die iranische Seite erkläre die Verzögerung mit der Rückkehr der Blackboxes mit der aktuellen Coronavirus-Situation.

    „Aber dieses Problem kann nicht unendlich warten, weil wir eine ziemlich lange Zeit gewartet haben,“ sagte er.

    Flugzeugabsturz im Iran

    Die Maschine der Ukraine International Airlines (UIA) war am 8. Januar nahe Teheran abgeschossen worden. Neben Iranern waren Bürger aus sechs weiteren Staaten an Bord: aus Afghanistan, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Ukraine und Schweden.

    Der Iran hatte zunächst den Abschuss bestritten, aber nach drei Tagen gestanden, die ukrainische Maschine irrtümlich zum Absturz gebracht zu haben. Das iranische Militär, das mitten in einer militärischen Konfrontation mit den USA in voller Alarmbereitschaft gewesen sei, habe das Passagierflugzeug für einen Marschflugkörper gehalten, hieß es aus Teheran.

    ak/sb/sna

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    Tags:
    Entschuldigung, Entschädigung, Gericht, Blackbox, Iran, Wladimir Selenski, Ukraine