01:33 14 Juli 2020
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    US-Außenminister Mike Pompeo hat eine Parallele zwischen der Veröffentlichung des Buches des ehemaligen Sicherheitsberaters John Bolton und der Tätigkeit des Whistleblowers Edward Snowden gezogen.

    „Wir haben gesehen, was passiert, wenn Leute wie Edward Snowden Informationen freigeben. Was John Bolton hier getan hat, unterscheidet sich davon nicht. Wir lassen dem Justizministerium die Möglichkeit, Maßnahmen zu ergreifen, aber das Erscheinen solcher Informationen stellt eine echte Bedrohung und einen echten Schaden für Amerika dar“, so Pompeo gegenüber dem Sender Fox News.

    Das so genannte „Enthüllungsbuch“ des Ex-Sicherheitsberaters Bolton, in dem er seine Tätigkeit im Weißen Haus zwischen den Jahren 2018 und 2019 beschreibt, wurde am Dienstag veröffentlicht. Laut der Administration von Donald Trump beinhaltet das Druckwerk geheime Informationen und Bolton habe den Inhalt mit der Regierung nicht abgestimmt.

    Bolton beteuert jedoch, keine Geheimangaben freigegeben zu haben. Ihm zufolge wurde er vom Weißen Haus unter Druck gesetzt, damit er negative Äußerungen über Trump aus dem Buch entfernt.

    Boltons Enthüllungsbuch

    Am 20. Juni erlaubte ein US-Gericht trotz Einwänden aus dem Weißen Haus die Veröffentlichung des knapp 600-seitigen Schriftstücks mit dem Titel „The Room Where It Happened“ (etwa: „Der Raum, in dem es geschah“) des Ex-Trump-Vertrauten John Bolton. 200.000 Exemplare wurden bereits an Geschäfte im In- und Ausland geliefert. Der Inhalt ist den Medien bereits bekannt. 

    Dabei gab der Richter zu, dass Bolton das Abstimmungsverfahren verletzt und wohl tatsächlich geheime Informationen freigegeben hatte. Nun wird Bolton laut dem Gericht entweder reich und berühmt, wenn das Buch keine Geheimangaben beinhaltet, oder strafrechtlich verfolgt, sollte es solche Angaben doch geben. Trump hat diese Worte des Richters begrüßt und versprochen, dass Bolton einen hohen Preis für Gesetzverletzungen zahlen wird. 

    US-Whistleblower Edward Snowden

    2013 hatte Edward Snowden Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an die Zeitungen „The Washington Post“ und „The Guardian“ weitergegeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber am Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Nach tagelangem Aufenthalt in der internationalen Zone des Flughafens bekam Snowden Asyl in Russland, das seitdem mehrmals verlängert wurde.

    om/ae

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    Geheimnisse, Edward Snowden, Enthüllung, Donald Trump, Buch, John Bolton, Mike Pompeo