05:21 21 Oktober 2020
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    Das Enthüllungsbuch des Ex-Beraters des US-Präsidenten für nationale Sicherheit, John Bolton, hat nun auch in der Türkei Aufsehen erregt. Laut dem Vertreter der Administration des türkischen Staatschefs, Fahrettin Altun, werden die Beziehungen zwischen dem türkischen und dem US-Präsidenten in dem Druckwerk „manipulativ und irreführend“ beschrieben.

    „Die jüngste Veröffentlichung eines Buches, das von einem ehemaligen hochrangigen US-Beamten verfasst wurde, enthält irreführende, einseitige und manipulative Ansichten über Gespräche unseres Präsidenten (Recep Tayyip – Anm. d. Red.) Erdogan mit dem US-Präsidenten (Donald – Anm. d. Red.) Trump“, schrieb der Chef des Kommunikationsdepartments der Administration des türkischen Staatschefs auf Twitter.

    „Wir finden es verwerflich, dass ehemalige hochrangige Beamte versuchen, ernsthafte diplomatische Verhandlungen und Bemühungen zur Regelung ungelöster Fragen zwischen Verbündeten wie die USA und die Türkei, für innerstaatliche Zwecke zu nutzen“, unterstrich Altun.

    Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich die türkisch-amerikanischen Beziehungen weiterentwickeln würden.

    „Präsident Erdogan wird seine offenen, ehrlichen und direkten Gespräche mit Präsident Trump fortsetzen”, fügte Altun hinzu.

    Am 20. Juni erlaubte ein US-Gericht trotz Einwänden aus dem Weißen Haus die Veröffentlichung des knapp 600-seitigen Buches des Ex-Trump-Vertrauten John Bolton. Der Veröffentlichungstermin war zuvor mehrmals verschoben worden. Das Justizministerium der USA hatte Bolton aufgefordert, den Inhalt des Buches mit den Behörden abzustimmen und die Administration des US-Präsidenten hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass negative Kommentare zu Donald Trump und Geheiminformationen, die angeblich in dem Buch enthalten seien, aus dem Druck-Erzeugnis entfernt werden müssten.

    sm/ae
     

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    Tags:
    USA, Donald Trump, Türkei, Recep Tayyip Erdogan, Enthüllungsbuch, John Bolton