22:03 11 Juli 2020
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    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Pentagon-Chef Mark Esper beabsichtigen, während ihres Treffens in Brüssel eine „gemeinsame Reaktion auf russische Raketen“ zu besprechen.

    „Wir arbeiten gemeinsam an einer ausgewogenen Reaktion auf neue russische Raketen, die wir als gefährlichen und destabilisierenden Faktor betrachten“, sagte Stoltenberg am Freitag vor dem Treffen.

    Stoltenberg wies auch darauf hin, dass China an der Rüstungskontrolle teilnehmen sollte. „Wir begrüßen die Verhandlungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten über Rüstungskontrolle und sind uns einig, dass China als wachsende Kraft auch an der Rüstungskontrolle teilnehmen sollte“, betonte der Generalsekretär der Allianz.

    Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge hatten die USA zuvor China zu den Wiener Abrüstungsgesprächen, die am Montag beendet wurden, eingeladen. Peking lehnte jedoch mit der Bründung ab, dass Moskau und Washington zusammen über 90 Prozent der weltweiten Atomwaffen besitzten würden.

    Treffen der Nato-Verteidigungsminister

    Die Nato-Verteidigungsminister hatten in einer Videoschalte am 17. und 18. Juni unter anderem Gegenmaßnahmen „im Zusammenhang mit dem wachsenden Arsenal russischer nuklearer Trägerraketen“ in Betracht gezogen. Stoltenberg erklärte, dass diese Maßnahmen die Stärkung der Luft - und Raketenabwehr der Nato sowie militärische Übungen und das Sammeln von Informationen umfassen könnten.

    Am 16. Juni hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow nach einem Telefonat mit dem Hohen Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, mitgeteilt, Moskau trete für die Wiederaufnahme des Dialogs mit allen Nato-Staaten ein.

    Nato-Osterweiterung

    Russland registriert in den letzten Jahren präzedenzlose Aktivitäten der Nato an seinen Westgrenzen. Die Nato erweitert ihre Initiativen und bezeichnet dies als „Zügelung der russischen Aggression“. Moskau hatte mehrmals seine Besorgnis wegen der Verstärkung der Kräfte der Allianz in Europa zum Ausdruck gebracht. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte zuvor erklärt, dass Russland für niemanden eine Gefahr darstelle, allerdings werde es für seine Interessen gefährliche Handlungen nicht unbeachtet lassen.

    sm/gs

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    Russland, Pentagon, NATO