03:19 29 November 2020
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    Die russische Botschaft in Washington hat einen in der „New York Times“ (NYT) veröffentlichten Artikel über die angebliche Finanzierung von Terroristen in Afghanistan durch Moskau als Fake qualifiziert und von den US-Behörden per Twitter eine angemessene Reaktion auf die in diesem Zusammenhang gegen die Diplomaten gerichteten Drohungen gefordert.

    Die US-Zeitung hatte unter Berufung auf nicht namentlich genannte Mitarbeiter der US-Geheimdienste einen Artikel abgedruckt, in dem behauptet wurde, die russische Militäraufklärung hätte Militanten, die mit der Taliban verbunden seien, eine Belohnung für Angriffe auf US-Soldaten in Afghanistan angeboten. In dem Beitrag sind keinerlei Beweise angeführt.

    „Hören Sie damit auf, Fakemeldungen zu erstellen, die Lebensbedrohungen provozieren“, forderte die Botschaft von der Redaktion der NYT. Die Diplomaten riefen außerdem die US-Behörden auf, „effektive Maßnahmen zur Sicherstellung und Erfüllung ihrer internationalen Verpflichtungen im Rahmen der Wiener Konvention über die diplomatischen Beziehungen von 1961 zu treffen“. Die Botschaft fügte Screenshots von Drohungen eines Twitter-Nutzers gegen die Mitarbeiter der diplomatischen Mission als Beweis bei.

    ​Zuvor hatten republikanische US-Kongressmitglieder einen Bericht veröffentlicht, in dem Russland unter anderem des Sponsorings der Taliban beschuldigt wurde. Die Verfasser riefen dazu auf, die Sanktionen gegen Moskau zu verschärfen.

    Die russische Botschaft in Afghanistan hat wiederholt Berichte über russische Hilfe für die Taliban als „orchestrierte Falschinformationen“ zurückgewiesen, die zum Ziel hätten, die konstruktive Haltung Moskaus in Bezug auf den Aufbau eines friedlichen und stabilen Afghanistans in Misskredit zu bringen. 

    Die USA hatten 2001 eine Militäroperation gegen die Taliban eingeleitet – mit der Begründung, die Taliban versteckten die Al-Qaida-Milizen, die am 11. September 2001 Terroranschläge in den USA verübt hatten. Die Taliban-Regierung wurde gestürzt, und gegenüber den USA loyale Politiker übernahmen die Staatsmacht.

    Im Februar hatten die USA und die Taliban in Katar das erste Friedensabkommen seit mehr als 18 Jahren Krieg unterzeichnet, das den Abzug der fremden Truppen binnen 14 Monaten aus Afghanistan (eine der Schlüsselforderungen der Taliban) sowie die Aufnahme des innerafghanischen Dialogs nach einem Gefangenenaustausch vorsieht.

    ls/sb

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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    Tags:
    Taliban, Twitter, New York Times, USA, Russland