23:36 11 Juli 2020
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    Im Interview mit der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ hat der UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Beziehungen zwischen den seiner Ansicht nach wichtigsten Mitgliedern des UN- Sicherheitsrates, und zwar den USA, Russland und China, als „dysfunktional“ bezeichnet.

    Laut Guterres sei die Uno kein Bündnis der Demokratien, weil sich hier alle Länder der Welt versammeln, was unabwendbar zu Kontroversen führe. Außerdem funktionieren manche Organe nach Ansicht des UN-Generalsekretärs genauso wie vor 75 Jahren. Guterres zufolge widerspiegelt der UN-Sicherheitsrat die Lage nach dem Zweiten Weltkrieg, was die Beilegung der heutigen Krisen erheblich erschweren kann.

    Zudem teilte Guterres anlässlich des 75. Jahrestages der Unterzeichnung der UN-Charta mit, dass die Beziehungen zwischen den wichtigsten Mitgliedern des Sicherheitsrates, und zwar den USA, Russland und China, ziemlich „dysfunktional“ seien.

    Bezüglich der Einschätzungen der Tätigkeit des UN-Menschenrechtsrats äußerte Guterres seine Überzeugung, dass dieses Organ immerhin eine sehr wichtige Rolle spiele. Dabei verwies er darauf, dass die Uno im letzten Jahr mehr als 7.500 Beobachter in verschiedene Länder geschickt hätte, um die Einhaltung der Menschenrechte zu prüfen.

    Allerdings sagte Guterres, dass man eine Verbesserung der Arbeitsprozesse im UN-Menschenrechtsrat in Erwägung ziehen müsse.

    Die Charta der Vereinten Nationen  gilt als Gründungsvertrag der Vereinten Nationen. Sie enthält auch das Statut des Internationalen Gerichtshofs als Bestandteil. Das Dokument wurde am 26. Juni 1945 durch 50 Gründungsmitglieder in San Francisco unterzeichnet.

    ac/mt

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    Tags:
    Jahrestag, Unterzeichnung, UN-Charta, USA, China, Russland, Beziehungen, UN, Interview, Antonio Guterres