06:13 24 Oktober 2020
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    Sechs Migranten sind vor der Küste Libyens ums Leben gekommen und 93 weitere gerettet worden, als sie versuchten, das Mittelmeer zu überqueren. Dies hat die Internationale Organisation für Migration (IOM) via Twitter am Samstag mitgeteilt.

    „Letzte Nacht wurden 93 Migranten von der Küstenwache nach Khums in Libyen zurückgebracht. Unter ihnen war eine Frau, die auf dem Schlauchboot ein Kind zur Welt gebracht hatte. Die Migranten berichteten IOM-Mitarbeitern, sechs Menschen seien unterwegs gestorben“, hieß es in der Twitter-Notiz. Alle geretteten Migranten seien nach der Ausschiffung freigelassen worden.

    Deutschland nimmt wieder Migranten auf

    Anfang Juni hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer angekündigt, dass Deutschland den Mittelmeerländern Malta und Italien wieder Bootsflüchtlinge abnehmen wolle. „Die Tatsache, dass es eine Delle gab, liegt schlicht und einfach an der Corona-Entwicklung“, sagte Seehofer. Inzwischen habe sich die Lage entspannt.

    Deutschland hatte Italien und Malta in der Vergangenheit eigentlich regelmäßig geholfen. In der Corona-Krise wurden zuletzt jedoch keine Zusagen mehr gemacht.

    Beide Länder hatten in der Corona-Pandemie erklärt, sie könnten keine sicheren Häfen für Migranten mehr bieten, und forderten mehr Unterstützung der anderen EU-Staaten.

    pd/mt/sna/

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    Tags:
    wiederaufnehmen, Boot, Libyen, Migranten, Deutschland