11:28 31 Oktober 2020
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    Der Plan zur Invasion in Venezuela, die am 3. Mai verhindert werden konnte, ist in der spanischen Botschaft in Caracas ausgearbeitet worden. Diese Auffassung vertrat der venezolanische Minister für Kommunikation und Information, Jorge Rodríguez.

    Er sagte in der Regierungsresidenz, „alle Planungsdetails zum bewaffneten Eindringen“ seien in der Residenz des spanischen Botschafters in Caracas erdacht worden, wo sich der Oppositionelle Leopoldo López jetzt vor der Justiz verborgen halte.

    Laut Rodríguez muss der spanische Botschafter über die Pläne zur Destabilisierung der Macht, die Leopoldo López in der diplomatischen Mission vorbereitet hätte, im Bilde gewesen sein. 

    „Ob die Regierung Spaniens weiß, dass Leopoldo López immer neue Videokonferenzen gibt, deren einziges Ziel es ist, seine Pläne zur Tötung von Präsident Nicolás Maduro umzusetzen? Hält der Botschafter Spaniens dies für normal?“, so Rodríguez.

    Er habe an den EU-Außenbeauftragten die Frage gerichtet, ob dieser mit dem Umstand einverstanden sei, dass in der Botschaft eines EU-Mitgliedsstaates verbrecherische Handlungen gegen Venezuela geplant würden, so Rodríguez.

    Versuchtes Eindringen in Venezuela

    Der venezolanische Innenminister Nestor Reverol hatte am 3. Mai mitgeteilt, dass die Behörden eine Invasion kolumbianischer Militanter auf See vor dem Bundesstaat La Guaira im Norden des Landes verhindert hätten. Dem Minister zufolge hatten die Kämpfer versucht, mit Schnellboten in das Land einzudringen.

    Wie der Vorsitzende der Nationalen Verfassungsversammlung, Diosdado Cabello, präzisierte, wurden bei der Abwehr der Attacke acht Angreifer getötet. Dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zufolge war das Ziel der Invasion, ihn zu töten. Zwei der Festgenommenen seien US-Bürger und Angehörige der Leibwache des US-amerikanischen Präsidenten, so Maduro.

    Die Behörden der USA und Kolumbiens wiesen die Anschuldigung wegen Teilnahme an dem Invasionsversuch zurück und behaupteten, sie hätten mit dem Geschehen nichts zu tun.

    Leopoldo López wurde in Venezuela zu 14 Jahren Haft verurteilt. Er war der Organisation von Massenprotesten 2014 im Land, bei denen mindestens 40 Menschen getötet wurden, für schuldig befunden worden. López hatte seit Sommer 2017 unter Hausarrest gestanden. Ende April wurde er von Anhängern des Oppositionellen Juan Guaidó, der sich gesetzwidrig zum Staatspräsidenten erklärt hatte, auf freien Fuß gesetzt.

    Ein Gericht in Caracas hatte am 2. Mai den Hausarrest für López aufgehoben und einen Haftbefehl gegen ihn erteilt. López hält sich derzeit in der Residenz des spanischen Botschafters in Caracas auf. Er hat keinen Asylantrag gestellt, weil dieses Verfahren nur bei einem Aufenthalt auf spanischem Staatsgebiet möglich ist.

    Wie der stellvertretende Außenminister Spaniens, Josep Borrel, erklärte, werde Madrid nicht zulassen, dass López sich politisch betätige, solange er in der Residenz lebe. Die venezolanischen Behörden erklärten ihrerseits, sie würden darauf hinarbeiten, die Auslieferung des Oppositionellen durchzusetzen.

    ls/sb

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    Tags:
    Kolumbien, USA, Nicolas Maduro, Juan Guaido, Jorge Rodriguez, Botschaft, Spanien, Venezuela