14:17 09 Juli 2020
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    Ein Jugendgremium der „Generationen-Stiftung“ hat das geplante Konjunkturpaket zur Förderung von Konsum und Wirtschaft in der Corona-Krise scharf kritisiert. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA).

    Das Programm sei nicht zielgerichtet und bringe keine notwendigen Veränderungen mit sich. „Es braucht einen Rettungsschirm für Familien. Aber diese 300 Euro – tut mir leid – sind wirklich ein Hohn für all die Alleinerziehenden und Kurzarbeitenden“, sagte Sprecher des Jugendrats der „Generationen-Stiftung“, Elia Mula, am Montag in Berlin.

    „Was die Bundesregierung gleichzeitig mit ihrem Nicht-Handeln hier betreibt, dessen Audruck das Konjunkturpaket ist, ist nichts anderes als ein Ausverkauf meiner, der Ausverkauf unserer Zukunft.“

    Der Bundestag hat wichtige Teile des Konjunkturpakets beschlossen, das Konsum und Wirtschaft in der Corona-Krise wieder ankurbeln soll. Das Parlament stimmte den Neuerungen am Montag in einer Sondersitzung mit den Stimmen der großen Koalition zu. Damit sie zum 1. Juli in Kraft treten können, bedarf es am Nachmittag allerdings auch noch der Zustimmung des Bundesrats.

    Aus Mulas Sicht wird mit den Maßnahmen lediglich ein alter wirtschaftlicher Normalzustand hergestellt, der die Zukunft seiner Generation bedroht. „Es besteht vor allem aus zusammengewürfelten, kurzfristigen Maßnahmen, die lediglich an der Oberfläche helfen.“

    Das Konjunkturpaket beinhaltet insbesondere eine bis zum Jahresende begrenzte Mehrwertsteuer-Senkung und einen Bonus von 300 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind.

    Die Generationen-Stiftung setzt sich nach eigenen Angaben seit 2013 für Generationen-Gerechtigkeit ein. Ihr Jugendrat hat aktuell 30 Mitglieder zwischen 16 und 24 Jahren.

    pal / dpa

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    Tags:
    Epidemie, Pandemie, Generationenproblem, Coronavirus, Covid-19, Wirtschaft, Konjunktur, Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)