03:55 14 Juli 2020
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    Der deutsche Großkonzern Adidas mit der Tochtergesellschaft Reebok, der US-Autoriese Ford und eine Reihe anderer Unternehmen haben sich dem Facebook-Boykott angeschlossen  und Werbeschaltungen in ihren sozialen Netzwerken ausgesetzt. Dies berichtete der TV-Sender CNBC am Montag.

    Demnach werden Adidas und seine Reebok-Tochter bis Ende Juli die Werbung auf Facebook und Instagram weltweit einstellen. Die Unternehmen wollen „Kriterien entwickeln, um uns und jeden unserer Partner für die Schaffung und Aufrechterhaltung sicherer Umgebungen verantwortlich zu machen“.

    Der Autohersteller Ford werde die gesamte Werbung in den US-amerikanischen Sozialen Medien für die nächsten 30 Tage aufgeben, um seine Präsenz auf den Plattformen zu bewerten, hieß es.

    Auch Hewlett-Packard (HP), eines der größten US-Unternehmen im Bereich der Informationstechnologie, habe am Montag bekanntgegeben, dass es die Werbung auf Facebook pausiere, bis „zuverlässigere Schutzmaßnahmen“ im sozialen Netzwerk erscheinen.

    Der Hersteller von Reinigungsprodukten Clorox, die Fast-Food-Kette Dennys, die Unternehmen Edgewell Personal Care und Conagra würden ebenfalls Facebook- und Instagram-Anzeigen aussetzen, berichtete CNBC.

    Inzwischen teilte das Portal „Axios“ mit, dass der US-Konzern Microsoft, der ebenfalls auf die Werbung auf Facebook und Instagram verzichten will, im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen nicht um die Richtlinien von Facebook besorgt sei. Der Konzern sei unzufrieden, dass seine Werbung neben „unangemessenen Inhalten“ erscheinen würde.

    Werbeboykott auf Facebook

    Zuvor forderten die Nationale Vereinigung zur Förderung farbiger Menschen (NAACP), die Civil Rights Group Color of Change, die Anti-Defamation League (ADL) der USA und andere Menschenrechtsverteidiger die Unternehmen auf, im Juli keine Werbungen mehr auf Facebook zu schalten, um gegen das Fehlen von Regulierung solcher Contents zu protestieren.

    Daraufhin gaben die Unternehmen North Face, Coca-Cola, PepsiCo, Unilever und Starbucks an, aus Protest gegen Hass und Hetze im Internet auf Werbung bei Facebook und anderen Onlinenetzwerken verzichten zu wollen. Auch einer der größten US Telekommunikationsbetreiber, Verizon Communications Inc, schloss sich später dem Boykott an.

    Verluste in Milliardenhöhe

    Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Samstag berichtete, habe der Facebook-Chef Mark Zuckerberg wegen des Boykotts von Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken etwa 7,2 Milliarden Dollar verloren. Zuckerberg sagte zuvor, dass das Unternehmen Änderungen an seiner Politik vornehmen und Hassreden in der Werbung, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht wird, verbieten werde.

    Das soziale Online-Netzwerk  Facebook mit Sitz in Menlo Park (US-Bundestaat Kalifornien) wurde im Februar 2004 von dem 19-jährigen US-Studenten Mark Zuckerberg gegründet. Dem Unternehmen gehören die Dienste von Messenger, WhatsApp und Instagram.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Boykott, Adidas, Werbung, Facebook, Mark Zuckerberg