16:39 18 September 2020
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    Sollte Washington dem Atomdeal einen „politischen Schlag“ versetzen, wird Teheran das nicht tolerieren. Dies gab der iranische Präsident Hassan Rohani angesichts der Versuche Washingtons, das Waffenembargo gegen Teheran zu verlängern, am Mittwoch bekannt.

    „Falls die Vereinigten Staaten dem Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA) einen politischen Schlag versetzen wollen, sollten sie wissen, dass der Iran dies nicht tolerieren und darauf entschlossen reagieren wird“, äußerte Rohani bei einer Sitzung der iranischen Regierung.

    Laut dem Präsidenten hat Washington dem Abkommen derzeit nur einen „wirtschaftlichen Schlag“ versetzt.

    Rohani fügte hinzu, dass der Iran „zur selbigen Stunde“ zur vollständigen Umsetzung des Atomabkommens zurückkehren werde – sobald die Vertragsseiten die Bereitschaft zeigen würden, die im Rahmen des Abkommens eingegangenen Verpflichtungen umzusetzen.

    Ende Juni hatte Rohani mitgeteilt, dass Teheran bereit sei, mit den USA im Rahmen des Atomabkommens zu verhandeln. Allerdings gebe es dafür eine Bedingung: Washington solle Schadenersatz zahlen.

    Atomdeal mit Teheran

    Der Iran und die internationale Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) hatten im Juli 2015 den sogenannten Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) vereinbart. Der Iran verpflichtete sich, sein Atomprogramm herunterzufahren, im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen der Uno, der USA und der EU aufgehoben werden.

    Am 8. Mai 2018 stiegen die USA einseitig aus dem Deal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran. Ein Jahr später gab die Staatsführung in Teheran bekannt, auf die Einhaltung der Beschränkungen im Bereich der Urananreicherung künftig etappenweise zu verzichten. Das Land wolle jedoch die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) fortsetzen und werde bei Aufhebung der Sanktionen seine Verpflichtungen wieder erfüllen, hieß es aus Teheran.

    sm/ae

     

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    Tags:
    Sanktionen, Hassan Rohani, Atomdeal, USA, Iran