01:45 24 September 2020
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    Saudi-Arabien droht den Ländern der OPEC+-Gemeinschaft mit einem Ölkrieg, falls sie die Vereinbarung zur Drosselung der Ölförderung nicht erfüllen werden. Dies berichtet die US-Zeitung „Wall Street Journal“ unter Berufung auf die Quellen.

    Demnach hat der saudi-arabische Energieminister, Prinz Abdulaziz bin Salman, Angola und Nigeria kürzlich ein Ultimatum gestellt und die beiden Staaten aufgefordert, ihre Pläne für zusätzliche Kürzungen vorzulegen. Die afrikanischen Länder hätten die Förderkürzungen in den ersten Monaten nach der Vereinbarung nicht erfüllt und sollen das jetzt kompensieren.

    Der Minister habe auch gewarnt, dass Saudi-Arabien Öl zu reduzierten Preisen verkaufen würde, um Angola und Nigeria zu untergraben.

    Erholung nach März-Absturz

    Der Ölpreis war Anfang März abgestürzt, nachdem die Opec+-Gemeinschaft sich nicht auf neue Begrenzungen der Ölfördermenge aufgrund des Nachfrageeinbruchs im Zusammenhang mit der Corona-Krise einigen konnte. Russland wollte damals die Ölförderquote unverändert verlängern lassen, Saudi-Arabien forderte eine weitere Reduzierung. Der Streit führte dazu, dass die Förderbremse am 1. April auslief. Beobachter spekulierten über einen Preiskrieg unter Ölexporteuren.

    Im April einigten sich das Kartell Opec und weitere wichtige Ölförderer darauf, die Ölförderung um 9,7 Millionen Barrel pro Tag für die Monate Mai und Juni zu kürzen. Die Entscheidung trieb die Ölpreise in die Höhe. Anfang Juni wurde die Förderkürzung bis Ende Juli verlängert.

    sm/ae
     

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    Tags:
    Öl, OPEC, Saudi-Arabien