01:27 05 August 2020
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    Der ehemalige Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, hat nach eigenen Angaben persönlich erlebt, wie sich US-Präsident Donald Trump über den Erhalt von Russland-bezogenen Geheimdienstinformationen geärgert hat. Dies äußerte Bolton bei einem Interview mit dem TV-Sender CNN.

    „Ich glaube, ich habe genug Narben davon, dass ich Dinge über Russland zur Sprache gebracht habe, die er wahrscheinlich nicht hören wollte, dass ich sagen kann, ich stimme den Berichten anderer ehemaliger Beamter zu, dass Trump keine negativen Informationen hören wollte, die mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zu tun hatten“, äußerte er gegenüber dem Nachrichtensender am Donnerstag.

    „Allen war der Charakter von Russlands Aktivitäten bewusst – möglicherweise mit Ausnahme des Präsidenten“, behauptete Bolton.

    „Eine Menge Aktivitäten gingen vor sich, wie man es vielleicht erwarten würde, und wir versuchten einfach, den Präsidenten zu informieren, versuchten, seine Reaktion zu bekommen“, fuhr Bolton fort. „Es wurden Schritte unternommen, – ich denke, das war wichtig – um mit den russischen Drohungen zurechtzukommen, aber üblicherweise murrte der Präsident dabei und beschwerte sich“, so Bolton weiter.

    Bolton wurde unter anderem gefragt, ob er Trump darüber informiert habe, dass Russland angeblich mit den „Taliban“ verbundenen Militanten Belohnungen für die Tötung von US-Soldaten in Afghanistan angeboten habe, oder vielleicht von dem entsprechenden Bericht gehört habe, bevor die Zeitung „New York Times“ über eine „Verschwörung zwischen Russland und den Taliban“ geschrieben habe. Da sagte der Ex-Sicherheitsberater, er werde „nicht über geheime Informationen sprechen“.

    NYT-Berichte zu „Russlands Verschwörung mit Taliban“

    Zuvor hatte die Zeitung „New York Times“ unter Verweis auf US-Geheimdienstler behauptet, der russische Militärgeheimdienst habe Terrorkämpfern, die mit den Taliban verbunden seien, eine Belohnung für Angriffe auf US-Soldaten in Afghanistan angeboten. US-Präsident Donald Trump sei darüber informiert worden, hieß es. In dem entsprechenden Beitrag wurden jedoch keinerlei Beweise angeführt.

    Das Weiße Haus, das Pentagon sowie die US-Nachrichtendienste ließen verkünden, es gebe im Moment keine Bestätigung der NYT-Berichte. Trump sei über derartige Erkenntnisse nicht informiert worden, hieß es. Der US- Präsident, Donald Trump, bezeichnete den NYT-Bericht als „einen weiteren Schwindel, der mit Russland verbunden ist“.

    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, äußerte in einem Kommentar zu dem Artikel der New York Times sein Bedauern darüber, dass die einst größten und angesehensten Medien mit Weltruf vor derartigen „Enten“ nicht Halt machen würden. Die Äußerungen über Russlands angebliche „Verschwörung“ mit den Taliban bezeichnete er als Lüge. Seine Antwort auf die Frage von Journalisten, ob Trump dieses Thema im Laufe dieses Jahres auf irgendeine Art mit Wladimir Putin diskutiert habe, war negativ.

    asch/ae

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    Tags:
    John Bolton, Wladimir Putin, Donald Trump, Russland, Russland, USA