11:04 05 Dezember 2020
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    Der Chef des US-Zentralkommandos (CENTCOM), General Kenneth McKenzie, bezweifelt, dass die sogenannte „Verschwörung Russlands mit den Taliban“ zum Tod von US-Militärs geführt habe.

    „Ich fand das sehr beunruhigend, aber ich habe dort einfach keinen Kausalzusammenhang gefunden. (...) Die Geheimdienstinformationen wurden mir nicht bestätigt. Sie wurden nicht genug bestätigt“, zitierte ihn der TV-Sender ABC.

    Nach Worten des Generals hätten die Informationen in diesem Fall nicht einmal dafür ausgereicht, um eine eingehende Überprüfung zu veranlassen.

    „Ich denke, sie graben dies weiter, aber ich habe einfach nicht genug gesehen, um zu glauben, dass sich der Kreis geschlossen hat“, fügte McKenzie hinzu.

    Er betonte, dass die US-Truppen in Afghanistan immer ein Ziel für Angriffe vonseiten bewaffneter Gruppen gewesen seien, obwohl dies doch aufgehört habe, nachdem Vereinbarungen mit der radikalen Taliban-Bewegung getroffen worden seien.

    NYT-Artikel 

    Zuvor veröffentlichte die „New York Times“ unter Verweis auf anonyme Quellen einen Artikel, in dem behauptet wurde, der russische Militärgeheimdienst habe den mit den Taliban verbundenen Militanten Belohnungen für Angriffe auf US-Soldaten in Afghanistan angeboten, und Donald Trump sei darüber informiert worden. Es wurden aber keine Beweise vorgelegt.

    Die Botschaft in den USA forderte, dass die Behörden des Landes adäquat auf die Bedrohungen reagieren, die gegen Diplomaten aufgrund von Nachrichten über Russland und Afghanistan gerichtet werden. Das Außenministerium bezeichnete die Medienberichte als Fake und Trump – als Schwindelei. Das Weiße Haus, das Pentagon und der US-Geheimdienst erklärten, dass es derzeit keine Bestätigung der Berichte gebe und Trump nicht darüber informiert worden sei.

    Behauptung von Komplott - Lüge

    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, kommentierte den Beitrag der „New York Times“ und brachte sein Bedauern zum Ausdruck, dass die einst größten und renommiertesten Medien der Welt solche Fälschungen nicht scheuen. Er fügte hinzu, dass die Behauptung vom Komplott eine Lüge sei.

    Dabei erklärte Trump, dass die ganze Geschichte erfunden worden sei, um ihm und der Republikanischen Partei zu schaden.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Beweise, Informationen, Donald Trump, Fakes, Verschwörung, Kenneth F. McKenzie, CENTCOM