13:10 06 August 2020
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    Die Rohrlegebarge „Fortuna“ des Pipelinebauers MRTS, die den technischen Anforderungen für den Fertigbau der Gasleitung Nord Stream 2 entspricht, ist in die Gewässer Dänemarks eingelaufen. Davon zeugen die Monitoring-Ressourcen „Marine Traffic“ und „Myshiptracking“.

    Der Rohrleger entfernt sich von der Insel Bornholm, wo sich ein unfertiger Abschnitt der Pipeline befindet.

    Laut dem Portal  „Myshiptracking“ verließ er am Mittwochmorgen die deutschen Gewässer und fuhr in den dänischen Teil der Ostsee ein. Als Zielort ist der deutsche Hafen Mukran auf Rügen angegeben, in dem die Rohre für den Bau von Nord Stream 2 gelagert werden. Die „Fortuna“ verließ diesen Hafen am Dienstagabend.

    Dänemark erteilt Genehmigung

    Die dänische Energieagentur (DEA) hat am Montag nach eigenen Angaben dem Betreiber Nord Stream 2 AG genehmigt, die Gasleitung Nord Stream 2 in ihren Gewässern mithilfe von Rohrverlegeschiffen mit Ankerpositionierung fertigzustellen. Nun können neue Schiffe sowohl einzeln als auch in Kombination mit Schiffen eingesetzt werden, die mit einem dynamischen Positionierungssystem ausgestattet sind.

    Es wird dabei betont, dass der Bau erst am 3. August wiederaufgenommen werden könne, wenn die Frist für die Berufung gegen die aktualisierte dänische Genehmigung abläuft.

    Zuvor hatte Dänemark den Einsatz von Schiffen mit Ankerpositionierung verboten, da sie nicht explodierte Kampfstoffvorräte auf dem Grund der Ostsee berühren könnten.

    Gaspipelinebau

    Nord Stream 2 umfasst den Bau von zwei Pipeline-Strängen von der russischen Küste durch die Ostsee nach Deutschland. Die USA lehnen das Projekt aktiv ab und promoten ihr Flüssigerdgas. Gegen das Projekt treten auch die Ukraine und eine Reihe europäischer Länder auf.

    Die Arbeiten zur Verlegung der Pipeline wurden eingestellt, nachdem die USA Ende letzten Jahres das Verteidigungsbudget verabschiedet hatten. Es enthielt Sanktionen gegen jene Unternehmen, die am Bau von Nord Stream 2 beteiligt waren. So hat beispielsweise das Schweizer Unternehmen „Allseas“, das mit der Verlegung der Gasleitung beschäftigt war, seine Arbeit eingestellt.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Ostsee, Deutschland, Dänemark, Nord Stream 2