05:35 15 August 2020
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    Nach der Verfassungsänderung in Russland zeigt sich die russische Botschaft in Estland besorgt über Kommentare und Prognosen, die in dem baltischen EU-Land erscheinen und Moskau aggressive Pläne unterstellen.

    In einer Stellungnahme ruft die Botschaft estnische Kommentatoren dazu auf, nach Berührungspunkten zwischen beiden Nachbarstaaten zu suchen, statt die eigene Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen.

    Die Abstimmung über die Verfassungsänderung am 1. Juli in Russland sei in Estland zum „Anlass für diverse analytische Materialien, Prognosen, Kommentare, offizielle und weniger offizielle Erklärungen“ geworden, schreibt die Botschaft auf ihrer Webseite. Auch ein zuvor erschienener Artikel von Präsident Wladimir Putin zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazideutschland habe „nicht für weniger Aufmerksamkeit“ gesorgt.

    „Man kann nicht übersehen, dass die Mehrheit der Reaktionen in Estland darauf ausgerichtet ist, Russland und der Führung unseres Landes alles Mögliche zur Last zu legen, von Geschichtsneuschreibung bis hin zum Hegen aggressiver Pläne, die die ganze Welt und damit auch Estland bedrohen würden.“

    „Von Jahr zu Jahr“ werde „viel Aufwand betrieben, um zu beweisen, dass das Baltikum wenn nicht heute, so dann morgen Opfer eines ‚aggressiven‘ Russland wird“. Mit „Gruselgeschichten“ werde „einfachen Menschen Angst eingejagt“ und suggeriert, dass die baltischen Staaten nun „eine mögliche Aggression seitens Russlands ernstnehmen“ sollten.

    Die Botschaft stellt fest, dass keine dieser Prognosen bisher in Erfüllung gegangen sei, und ruft die Analytiker in Estland auf, im „gegenseitig respektvollen Dialog nach Themen zu suchen, die beide Nachbarstaaten einen, um gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit im Interesse beider Staaten auf den Weg zu bringen“.

    leo/ae

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    Tags:
    Vorwürfe, Aggression, Verfassung, Reaktion, Bedrohung, Botschaft, Tallinn, Estland, Russland