14:05 13 August 2020
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    Donald Trump soll gestanden haben, dass er im Jahr 2018 einen Cyberangriff gegen eine in Sankt Petersburg ansässige russische Internetfirma verfügt hatte. Dies behauptet Marc Thiessen, Kolumnist der „Washington Post“, der vor wenigen Tagen den US-Präsidenten interviewt hat.

    „In einem Interview mit mir im Oval Office in dieser Woche gab Präsident Trump zum ersten Mal zu, dass er 2018 eine verdeckte Cyberattacke gegen die russische Internet Research Agency genehmigt hatte“, schreibt Thiessen in seiner WP-Kolumne.

    Auf die Frage, ob er den Angriff gestartet habe, habe Trump geantwortet: „Richtig“.

    In dem Interview soll Trump zudem bekannt gegeben haben, dass der Cyberangriff Teil einer weltweiten Widerstandspolitik gegen Russland gewesen sei. „Keiner war gegenüber Russland härter als ich“, sagte der US-Präsident. Nach seinen Worten hatte sein Amtsvorgänger Barack Obama 2016 „vor den Wahlen gewusst, dass Russland herumspielt“, jedoch nichts gesagt, weil er gedacht habe, dass Hillary Clinton die Wahl gewinnen würde.

    Der Sender NBC hatte im Februar 2019 unter Berufung auf unterrichtete Quellen berichtet, dass Trump während der US-Zwischenwahl 2018 persönlich eine Cyberattacke des US-Militärs gegen die russische Internet Research Agency genehmigt habe.

    Laut der „Washington Post“ hatte das amerikanische Cyberkommando der Internet Research Agency damals den Internetzugang gekappt. Dies sei Teil der ersten Cyberoffensive gegen Russland gewesen, um seine mutmaßliche „Einmischung in die US-Wahlen“ zu verhindern. Nach der US-Präsidentenwahl 2016 ist Russland mit Vorwürfen konfrontiert, die Abstimmung beeinflusst zu haben. Die Regierung in Moskau weist die Anschuldigungen als haltlos zurück.

    leo/ae

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    Tags:
    Internet Research Agency, St. Petersburg, Russland, Cyberattacken, Cyberangriff, Donald Trump, USA