08:22 09 August 2020
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    Nach der Kritik der Unesco an der Entscheidung Ankaras, das bisherige Museum Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee umzuwandeln, hat die Türkei angekündigt, die UN-Einrichtung künftig eingehend zu informieren. Das sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Montag in Istanbul nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters.

    Man sei von der Unesco-Reaktion überrascht gewesen und werde die Organisation von den nächsten Schritten in Kenntnis setzen, fügte er hinzu.

    Unesco will Status von Hagia Sophia ändern

    Die Unesco hatte am Freitag erklärt, den Status des Gebäudes als Weltkulturerbe zu überprüfen. Das höchste Verwaltungsgericht der Türkei hatte zuvor geurteilt, die Umwandlung des Istanbuler Bauwerks in ein Museum durch Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk im Jahr 1934 sei unrechtmäßig gewesen. Kurz danach hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan ein Dekret unterzeichnet, wonach Muslime in der Hagia Sophia wieder beten dürfen.

    Kritik aus Athen, Berlin und Vatikan

    Zu Kritik etwa aus Griechenland oder von Papst Franziskus an der Umwandlung sagte Cavusoglu, die Türkei respektiere die Meinung aller, auch wenn sie nicht mit ihrer übereinstimme. "Aber wir lehnen Bemerkungen entschieden ab, die die türkischen Souveränitätsrechte verletzen."

    Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums sagte in Berlin, man bedauere den Schritt der Türkei. Das Land hätte die Umwandlung mit der Unesco absprechen sollen - was aber nicht geschehen sei. 

    am/eg

     

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    Tags:
    Umwandlung, Moschee, Hagia Sophia, Istanbul, Türkei