18:08 28 November 2020
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    Angesichts der Spannungen und bewaffneten Auseinandersetzungen im Mittelmeerraum hat Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (42) eine gemeinsame europäische Politik für diese Region gefordert. Dies sei ebenso nötig wie dringlich, sagte er am Montag vor Militärangehörigen in Paris nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur.

    Europa müsse seine Rolle ohne Naivität und Gefälligkeiten neu definieren. Anlass für Macrons Äußerungen war der Nationalfeiertag am Dienstag, bei dem die Armee in Frankreich traditionell im Mittelpunkt steht.

    Keine militärische Lösung für Libyen

    Mit Blick auf den Konflikt im ölreichen nordafrikanischen Land Libyen sagte Macron:

    „Es gibt keine militärische Lösung in Libyen. Nur eine politische Lösung, zu der wir ständig beigetragen haben, ist möglich.“ Die Stabilisierung des Landes sei wichtig für die Sicherheit Europas und der afrikanischen Sahel-Zone.

    Der Präsident kritisierte, dass Waffen und Söldner in das Land gelangten, nannte dabei aber keine Namen von Ländern. In den vergangenen Wochen hatte er mehrfach die Türkei scharf angegriffen, die in dem Konflikt die international anerkannte Regierung unterstützt.

    Libyen befindet sich seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi 2011 im Chaos. In dem Staat kämpfen verschiedene Milizen um Macht und Einfluss.

    am/jeg

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    Forderung, Emmanuel Macron, Politik, Mittelmeer, Europa, Frankreich