01:07 29 November 2020
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    Trotz wiederholter Kritik der EU wird ein türkisches Bohrschiff die Suche nach Erdgas vor Zypern fortsetzen. Das teilte der staatliche zyprische Rundfunk (RIK) am Mittwoch unter Berufung auf eine Navigationssicherheitswarnung (NAVTEX) der türkischen Behörden mit.

    Demnach soll das Tiefsee-Bohrschiff „Yavuz“, das sich seit Monaten im Mittelmeer südwestlich von Zypern aufhält, weitere Probebohrungen vornehmen. Das Schiff gehört dem staatlichen Gas- und Ölkonzern Türkiye Petrolleri Anonim Ortaklığı (TPAO).

    Im Streit um die Ausbeutung der Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer geht Ankara auf Konfrontationskurs zur EU. Deren Außenbeauftragter Josep Borrell hatte zuletzt am Montag die Vorbereitung weiterer Strafmaßnahmen gegen die Türkei angekündigt. Diese könnten umgesetzt werden, falls Ankara seine als illegal erachteten Erdgas-Erkundungen im östlichen Mittelmeer noch einmal ausweiten sollte.

    Internationale Energieunternehmen hatten in den vergangenen Jahren reiche Erdgasvorräte unter dem Meeresboden vor Zypern erkundet. Dies führte zu schweren Spannungen zwischen Ankara und Nikosia. Die Türkei erkennt Zypern nicht an.

    ls/mt/dpa

     

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    EU, Zypern, Türkei