02:00 05 August 2020
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    Die EU will neue Verhandlungen über den Handel mit Indien starten, um die schon existierenden Vereinbarungen und den Investitionsschutz zu verbessern. Dies teilte die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, nach einer Videokonferenz mit dem indischen Premierminister Narendra Modi am Mittwoch mit.

    Dabei wolle man nach Worten von der Leyen auch multilaterale Themen ansprechen.

    „Als die weltgrößten Demokratien müssen die EU und Indien enger zusammenarbeiten, um die gemeinsamen Interessen zu fördern und zu schützen“, sagte die EU-Kommissionspräsidentin.

    Das Thema Klimaschutz sei auch mit dabei, und die Zusammenarbeit in diesem Bereich sei sehr wichtig.

    EU - bedeutendster Handelspartner für Indien

    Neben Modi und von der Leyen nahm an der Videokonferenz auch der EU-Ratspräsident Charles Michel teil. Er betonte, dass die EU für Indien der bedeutendste Handelspartner sei. Dabei zeige Indien nur zwei Prozent des EU-Außenhandels auf.

    „Das ist ganz klar ein Bereich, der eindrucksvolles Potenzial für signifikantes Wachstum bietet“, sagte Michel.

    Es sei demnach vereinbart worden, die Bedingungen für Investoren und Händler zu verbessern.

    Die EU ist für Indien der größte Handelspartner. 2007 begannen die beiden Seiten Gespräche über ein großangelegtes Investitions- und Handelsabkommen, das neben anderem einen breiteren Zugang zu dem Markt und geringere Zölle vorsah.

    Doch 2013 endeten die Verhandlungen erfolglos – dies wegen mehrerer Diskrepanzen im Bereich der Zölle auf Wein und Autos und auch wegen Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt für Inder, die von der EU eingeführt worden waren. Das indische Außenministerium erklärte, dass sich die beiden Seiten so früh wie möglich treffen wollten.

    EU-Indien-Partnerschaft - „wichtig für Stabilität der Welt“

    Die Seiten bekräftigten in einer gemeinsamen Mitteilung, weiterhin für effizienten Multilateralismus einzutreten. Sie unterstrichen zudem die Notwendigkeit, Sicherheit und Stabilität im Indischen Ozean aufrechtzuerhalten.

    Die wachsende Präsenz von China in dieser Region wurde dabei jedoch nicht direkt erwähnt. Michel äußerte, dass die EU beabsichtige, in Asien und in der Welt eine stärkere Rolle zu spielen.

    „Unsere Partnerschaft ist wichtig für den Frieden und die Stabilität der Welt“, sagte der indische Premier Modi.

    ek/mt/dpa

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    Tags:
    Narendra Modi, Ursula von der Leyen, Frieden, Klimaschutz, Handelspartner, Verhandlungen, Handelsabkommen, EU, Indien