07:08 04 Dezember 2020
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    Nach der Parlamentswahl in Nordmazedonien haben die pro-europäischen Sozialdemokraten (Sozialdemokratische Liga Mazedoniens, SDSM) des früheren Ministerpräsidenten Zoran Zaev mit knappem Vorsprung den Sieg errungen. Nach der Auszählung von mehr als vier Fünfteln der Stimmen in der Nacht zum Donnerstag kam die SDSM auf 36,48 Prozent.

    Die Nationalisten (VMRO-DPMNE) von Hristijan Mickoski erhielten nach Angaben der staatlichen Wahlkommission 35,47 Prozent. Da die Webseite der Wahlkommission zusammengebrochen war, wurde die Auszählung live via YouTube übertragen. Nach Angaben des Präsidenten der Wahlkommission, Oliver Derkovski, war die Webseite gehackt worden. Die Auszählung sei dadurch aber nicht beeinträchtigt worden.

    Die Bürger Nordmazedoniens hatten am Mittwoch im Schatten der Corona-Pandemie ein neues Parlament gewählt. Wahlberechtigt waren rund 1,8 Millionen Menschen. Es war die erste Parlamentswahl, seitdem das Balkanland im Februar 2019 unter Zaev seinen Namen von Mazedonien in Nordmazedonien geändert hatte. Mit dem Schritt wurde der jahrzehntelange Namensstreit mit dem EU-Nachbarn Griechenland beigelegt, der eine Provinz mit dem Namen Mazedonien besitzt.

    ls/sb/dpa

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