08:36 14 August 2020
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    Palästina ist von den Landkarten der amerikanischen Internetfirma Google verschwunden. In einer Suchanfrage werden die Nachbarstaaten angezeigt, doch der Name Palästina befindet sich nicht auf der Karte.

    Zugleich ist Palästina auf den Landkarten des russischen Online-Geodatendienstes Yandex.Maps immer noch zu finden.

    Screenshot von Google Maps am 16. Juli 2020
    Screenshot von Google Maps am 16. Juli 2020

    Hintergrund 

    Israel hatte 1967 während des Sechstagekrieges unter anderem das Westjordanland, Ost-Jerusalem und den Gazastreifen erobert. Die Vereinten Nationen stufen die Gebiete als besetzt ein und berufen sich auf internationales Recht. Die Palästinenser fordern die Gebiete für einen eigenen Staat – mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Der UN-Sicherheitsrat hatte 2016 einen vollständigen Siedlungsstopp von Israel gefordert. Die Siedlungen wurden in der Resolution 2334 als Verstoß gegen internationales Recht und als großes Hindernis für einen Frieden in Nahost bezeichnet.

    Trumps „Jahrhundertdeal“

    US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Jahres den sogenannten Nahost-„Friedensplan“ vorgestellt. Dabei wird den Palästinensern ein eigener Staat in Aussicht gestellt, allerdings unter harten Auflagen, die sie bereits in der Vergangenheit zurückgewiesen haben.

    Dem Plan zufolge sollte Jerusalem die unteilbare Hauptstadt Israels werden. Die palästinensische Hauptstadt solle in Ostjerusalem eingerichtet werden. Zudem werde Israel das Jordantal einverleiben.
    Die Palästinenser lehnten den Vorstoß Trumps umgehend ab. Abbas bezeichnete den auch als „Jahrhundertdeal“ bekannten Plan als eine „Verschwörung“.

    om/mt

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    Tags:
    Google, Israel, Nahost, Palästina