14:52 13 August 2020
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    US-Strafzölle auf deutsche Autos sind nach Einschätzung des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters der US-Regierung John Bolton noch nicht vom Tisch. Laut Bolton könnte der US-Präsident auf diese von ihm bevorzugte Strafmaßnahme jederzeit zurückgreifen.

    „Trump mag Zölle, und das ist etwas, was er ohne Zustimmung des Kongresses entscheiden kann. Er liebt diesen Ansatz bei internationalen Verhandlungen“, sagte Bolton über den US-Präsidenten dem Magazin „Spiegel“.

    Bisher hat Donald Trump mit solchen Zöllen lediglich gedroht. Bolton sprach sich im „Spiegel“ zudem für ein gemeinsames Vorgehen gegen eine Bedrohung durch China aus, unter anderem weil die Volksrepublik geistiges Eigentum stehle.

    Trump hat Zölle bislang wie keiner seiner Vorgänger als Mittel der Politik genutzt. Wie es tatsächlich um seine Pläne bei Strafzöllen auf deutsche Autos steht, dürfte auch Bolton nicht wissen. Er gehört seit September vergangenen Jahres nicht mehr zur US-Regierung und hat sich mit Trump überworfen.

    Vor Kurzem sorgte Bolton mit einem Enthüllungsbuch, das pikante Details und explosive Vorwürfe gegen Trump enthält, für Wirbel. Das Weiße Haus war daran gescheitert, die Veröffentlichung in letzter Minute zu verhindern. Die US-Administration warf Bolton vor, Geheiminformationen zu veröffentlichen und keine Freigabe durch das Weiße Haus erhalten zu haben.

    Strafzölle auf EU-Autos

    In den vergangenen Jahren hatte Donald Trump mehrmals mit Strafzöllen in Höhe von 25 oder auch 35 Prozent auf europäische Autos gedroht, die von den USA importiert werden. Von seinen Drohungen waren vor allem deutsche Autohersteller wie Daimler, BMW und Volkswagen betroffen.

    Mit seinem Vorgehen strebt Trump vermutlich bessere Handelsbedingungen für die Vereinigten Staaten an. Die höheren Zölle wurden aber bislang nicht eingeführt, obwohl Trump mehrmals Termine dazu genannt hatte. 

    mka/dpa/gs

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    Tags:
    Deutschland, Autos, Import, US-Strafzölle