04:19 15 August 2020
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    Russland weist laut dem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow die Vorwürfe aus London wegen angeblicher Hackerangriffe auf die Daten zur Entwicklung des Corona-Impfstoffes in Großbritannien, den USA und Kanada zurück. Ihm zufolge sehen sich die russischen Behörden selbst mit Cyberattacken konfrontiert.

    „Wir akzeptieren diese Anschuldigungen nicht, wir wissen nicht, wer in Großbritannien versucht hat, was zu hacken, aber Russland hat definitiv nichts damit zu tun. Wir sind selbst ständig ähnlichen Versuchen von Cyberangriffen auf unsere Computerplattformen und Behörden ausgesetzt. Unsere Behörden wehren diese Angriffe ständig ab. Das ist ein häufiges Problem, aber wir sind mit den unbegründeten Anschuldigungen gegen uns nicht einverstanden“, sagte Peskow.

    Peskow bemerkte auch, dass der Kreml überhaupt nicht wisse, „um was für eine Gruppe* es sich dabei handelt und von wem sie ausgeht“.

    Auf die Bemerkung der Journalisten, dass sich die britischen Geheimdienste zu 95 Prozent sicher seien, dass die Hacker-Gruppe mit Russland in Verbindung stehe, wies Peskow hin, dass es für Moskau inakzeptabel sei, wenn in Bezug auf die Anschuldigungen Prozentsätze verwendet würden.

    „Wir verstehen überhaupt nicht, was eine 95-prozentige Gewissheit für die britischen Geheimdienste bedeutet. Warum sind es nicht 96 Prozent oder 94 Prozent? Anscheinend ziehen die britischen Geheimdienste eine spezielle Methode zur Berechnung des Grads ihrer Gewissheit heran. Aber auf jeden Fall akzeptieren wir die Situation nicht, in der man diese Prozentsätze für Anschuldigungen gegen uns anführt“, unterstrich Peskow.

    Am Donnerstag hatte das britische National Cyber Security Centre (NCSC) mitgeteilt, dass angeblich in Verbindung mit Russland stehende Hacker versucht hätten, Forschungsdaten zur Entwicklung des Corona-Impfstoffes in Großbritannien, den USA und Kanada zu stehlen.Moskau wies die Anschuldigungen vehement zurück.

    Anfang Mai hatten britische und amerikanische Geheimdienste laut Medien umfangreiche Cyberangriffe auf britische Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen seitens einiger „feindlicher“ Staaten, einschließlich Russlands und Chinas, verzeichnet.

    *die Gruppe unter der Bezeichnung ‚APT29‘m (auch bekannt als ‚Dukes‘ und ‚Cozy Bear‘), befasst sich nach Angaben des britischen National Cyber Security Centre mit Cyberspionage und ist Teil der russischen Geheimdienste – Anm. d. Red.

    sm/ae

     

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    Tags:
    Hackerangriff, Vorwürfe, Kreml