14:47 13 August 2020
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    Die US-Administration erwägt laut der Zeitung „The Wall Street Journal“ die Möglichkeit, das US-amerikanische Kontingent in Südkorea zu reduzieren.

    „Das Pentagon hat dem Weißen Haus Optionen zur Reduzierung der amerikanischen Militärpräsenz in Südkorea vorgelegt, da sich die beiden Länder weiterhin in Bezug auf die Forderung von Präsident Trump uneinig sind, wonach Seoul den Beitrag, den es für die im Land stationierten US-Truppen zahlt, wesentlich erhöhen muss“, berichtete das Blatt unter Verweis auf eigene Quellen.

    Wie ein US-Militärsprecher sagte, hat der vereinigte Stab des Pentagons die Struktur der US-Streitkräfte in Südkorea im Rahmen einer breiteren Überprüfung der Mittel zur Umstrukturierung und einer möglichen Reduzierung des Militärkontingents im Ausland revidiert.

    Zurzeit sind in Südkorea laut dem Blatt 28.500 US-Militärs stationiert. Dabei teilten US-Beamte nicht mit, wie viele Soldaten im Rahmen einer möglichen Truppenreduzierung abgezogen werden könnten. Über die Kürzung der Kräfte sei noch nicht entschieden worden.      

    Truppenabzug aus Deutschland

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump offiziell sein Vorhaben bestätigt, US-Truppen in Deutschland massiv abzuziehen. Demnach soll die Zahl der in Deutschland stationierten US-Soldaten von gut 34.500 auf 25.000 reduziert werden. Als Grund nannte Trump Deutschlands angebliche Schulden vor der Nato. Um den Truppenabzug zu verhindern, muss Berlin Trump zufolge Geld zahlen.

    Mehr US-Truppen in Polen

    Warschau hat inzwischen den USA vorgeschlagen, eine Panzerdivision dauerhaft in Polen zu stationieren. Auch erklärte sich das Land bereit, die Kosten in Höhe von etwa 1,5 bis zwei Milliarden US-Dollar (1,3 bzw. 1,7 Milliarden Euro) zu übernehmen. Der Vorschlag wurde nicht im Rahmen der Nato, sondern bilateral unterbreitet.

    ns/gs         

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    Tags:
    The Wall Street Journal, Abbau, Abzug, Truppen, Donald Trump, Deutschland, Südkorea, USA