00:06 30 November 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    351224
    Abonnieren

    Der politische Sprecher der Taliban, Suhail Schahin, hat den Vorwurf einer angeblichen Verschwörung mit dem russischen Militär zurückgewiesen. In einem Bericht der „New York Times“ wurde zuvor behauptet, der russische Militärgeheimdienst hätte Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan ausgesetzt.

    „Diese ‚russischen Belohnungen‘ sind unwahr. Wir kämpfen nicht für das Geld von jemandem. Unsere Leute haben eine eigene Ideologie, für die sie in den Kampf ziehen und sich aufopfern“, sagte der Sprecher der militant-islamistischen Taliban.

    Schahin vermutete, dass solche Vorwürfe mit der Innenpolitik der USA zusammenhängen würden – und der Absicht, das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und den Taliban zunichtezumachen.

    Mehr als 18 Jahre nach dem US-Einmarsch in Afghanistan hatten die USA und die Taliban am 29. Februar dieses Jahres in Doha ein Abkommen über Wege zu einem Frieden geschlossen. Die Vereinbarung sieht den Abzug aller US-amerikanischen und internationalen Truppen aus Afghanistan vor. Im Gegenzug sollen die Taliban Friedensgespräche mit der afghanischen Regierung in Kabul aufnehmen sowie Garantien geben, dass Afghanistan kein sicherer Hafen für Terroristen wird. Die afghanischen Streit- und Sicherheitskräfte führen im Land Operationen zur Terrorismusbekämpfung durch.

    In Afghanistan befindet sich die Regierung in einer Dauerauseinandersetzung mit der islamistischen Taliban-Bewegung, die weite ländliche Gebiete des Landes kontrolliert und bisweilen auch Großstädte angreift.

    Bericht über angebliches Kopfgeld

    Die Zeitung „The New York Times“ veröffentlichte Ende Juni unter Verweis auf anonyme Mitarbeiter der US-Geheimdienste einen Artikel, in dem behauptet wurde, die russische Militäraufklärung hätte Terrorkämpfern, die mit den Taliban verbunden seien, eine Belohnung für Angriffe auf US-Soldaten in Afghanistan angeboten.  In einem weiteren Artikel berichtete das Blatt, dass US-Beamte Daten abgefangen hätten, welche vom russischen Militärgeheimdienst getätigte Geldüberweisungen auf ein Bankkonto der Taliban belegen sollen.

    Der amerikanische Präsident Donald Trump teilte diesbezüglich mit, dass der US-Nachrichtendienst diese Informationen für nicht vertrauenswürdig gehalten und sie ihm deshalb nicht zur Verfügung gestellt habe. Laut Trump handelt es sich bei dem Bericht um einen weiteren Schwindel, der ihm und der Republikanischen Partei schaden soll.

    Auch die russische Botschaft in Washington bezeichnete den Artikel als „Fake“. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach in diesem Zusammenhang von einer Fälschung, welche eine der renommiertesten Zeitungen der Welt leider nicht scheuen würde.

    mka/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Russlands Verteidigungsminister zu AKKs „Position der Stärke“ – „Auftritt eines Grundschulmädchens“
    Feuerball rast am Himmel über West-Japan hinweg - Video
    MDR rätselt über „russischen Osten“ - Ostdeutscher kommentiert: „Das Sagen haben leider die ...“
    Europa als „Gaskammer von Soros”: Ungarischer Museumsleiter nennt Polen und Ungarn „die neuen Juden”
    Tags:
    Russland, Afghanistan, US-Soldaten, Taliban