05:26 04 August 2020
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    Die iranischen Behörden haben einen Mann hingerichtet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim wurde ihm vorgeworfen, für den US-Geheimdienst CIA spioniert sowie Bewegungsdaten von General Qassem Soleimani übermittelt zu haben.

    Mahmoud Mousawi Madschid, der zudem beschuldigt wurde, für den israelischen Geheimdienst Mossad tätig gewesen zu sein, wurde am Montagmorgen hingerichtet.

    Das Verfahren gegen den Verurteilten wurde bereits vor Soleimanis Tod eingeleitet und steht nicht mit der Tötung des Generals durch US-Streitkräfte  in Zusammenhang.

    Mitte Juli hatte US-Außenminister Mike Pompeo die Kritik der Vereinten Nationen an der Tötung zurückgewiesen.

    Die UN-Sonderberichterstatterin Agnes Callamard hatte im Juli einen Bericht zu „außergerichtlichen und willkürlichen Hinrichtungen“ veröffentlicht. Darin beschäftigt sie sich unter anderem mit dem US-Drohnenangriff auf dem irakischen Staatsgebiet im Januar, bei dem der iranische General Qassem Soleimani und neun weitere Personen ihr Leben verloren. Sie verurteilt die Tat als Verstoß gegen das Völkerrecht.

    Generalmajor Qassem Soleimani war am 3. Januar 2020 durch einen US-Raketenangriff nahe dem Bagdader Flughafen getötet worden. Daraufhin führte der Iran Raketenschläge gegen einen irakischen Militärstützpunkt durch, in dem US-Soldaten einquartiert waren. Wie Donald Trump und die Pentagon-Führung zuerst erklärten, habe es bei dem Beschuss keine Betroffenen gegeben. Später mussten die US-Militärs einräumen, dass es sehr wohl Betroffene gebe, deren Zahl stetig gestiegen sei.

    sm/ae

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    Tags:
    Qassem Soleimani, CIA, Iran