06:15 27 Oktober 2020
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    Moskau hat die Aktivitäten der Nato im Schwarzmeerraum ein weiteres Mal kritisiert. „Die Übung Sea Breeze trägt nicht zur Gewährleistung der Sicherheit bei. Im Gegenteil: Sie gefährdet die regionale Sicherheit“, erklärte Russlands Vizeaußenminister Alexander Gruschko am Montag in Moskau.

    Das ukrainisch-amerikanische Manöver Sea Breeze habe am Montag begonnen, wie der Oberbefehlshaber der ukrainischen Marine, Alexej Neischpapa, mitteilte. Die Übung habe zum Ziel, das System der internationalen Sicherheit zu stärken, sagte er.

    Neun Länder beteiligt

    Neben den USA und der Ukraine nehmen an der Übung auch Verbände der USA, Bulgariens, Georgiens, Norwegens, Frankreichs, Rumäniens, Spaniens und der Türkei teil. Geplant ist der Einsatz von rund 2000 Mann und 20 Schiffen sowie von Flugzeugen und Hubschraubern.

    Gruschko zufolge ist Sea Breeze ein Glied in der Kette der Nato-Aktivitäten an der Ostflanke. „Damit führt die Allianz vor Augen, dass sie sich vom Osten bedroht fühlt… Diese Aktivitäten schaffen nur neue Trennlinien in Europa“, sagte der Minister.

    Blackseafor als Grundlage für Sicherheit der Anrainer

    Er erinnerte unter anderem an die am 2. April 2001 in Istanbul ins Leben gerufene Gruppierung Blackseafor, unter deren Dach das Potenzial der Seestreitkräfte aller Schwarzmeer-Anrainer gebündelt war.

    „Auf dieser Grundlage hätte man eine regionale Sicherheitsstruktur schaffen können. Zudem gibt es die Schwarzmeer-Wirtschaftsgemeinschaft, die politisch und ökonomisch aktiv ist sowie über alle Ressourcen und Strukturen verfügt, um eine treibende Kraft bei der Entwicklung der Region zu werden. Aber die Nato ruiniert diese Strukturen und schwächt die Rolle der Anrainer selbst bei der Gewährleistung der regionalen Sicherheit“, sagte Gruschko.

    Coronavirus in der Ukraine

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in der Ukraine musste das Manöver verschoben werden. Nach Angaben des ukrainischen Gesundheitsministeriums wurden bislang landesweit 59.494 Infizierte registriert. 1498 Fälle endeten tödlich, 31.439 Patienten sind genesen.

    am/gs

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    Kommentar, Alexander Gruschko, Sea Breeze, Manöver, USA, Ukraine