13:43 13 August 2020
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    Wegen der Pläne Ankaras, mit Forschungen im Raum der Insel Kastelorizo zu beginnen, hat die griechische Militärführung die Streitkräfte in erhöhte Bereitschaft versetzt, schreibt die Zeitung „Kathimerini“ (Dienstag).

    Dem Blatt zufolge hatte der hydrographische Dienst in der türkischen Stadt Antalya mitgeteilt, dass vom (heutigen) Dienstag an bis hin zum 2. August dieses Jahres südlich und östlich von Kastelorizo Messungen vorgenommen würden.

    Das Forschungsschiff "Oruc Reis" werde sich in der Region aufhalten, daher seien die griechischen Streitkräfte landesweit in Kampfbereitschaft versetzt worden.

    Zunehmende Aktivitäten türkischer Marine

    Die Zeitung weist ferner auf zunehmende Aktivitäten im türkischen Marinestützpunkt Aksaz hin.

    „Vor wenigen Stunden waren 15 Schiffe aus dem Stützpunkt ausgelaufen. Die griechische Marine ist ebenfalls in erhöhter Bereitschaft. Marinechef Konstantinos Floros unterbrach seinen Zypern-Besuch und kehrt nach Griechenland zurück“, hieß es.

    Umstrittene Kleininsel Kastelorizo

    Die Insel Kastelorizo ist zwischen beiden Ländern umstritten, denn in diesem Raum soll die Grenze der ausschließlichen Wirtschaftszonen verlaufen, auf die sich Athen und Ankara nicht einigen können. Dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu zufolge kann die nur zehn Quadratkilometer große Insel, die sich zwei Kilometer von der türkischen Küste und 570 Kilometer vom griechischen Festland entfernt befindet, keinen 40.000 Quadratkilometer großen Festlandsockel oder keine ausschließliche Wirtschaftszone haben. Türkische Amtsträger halten es für unzulässig, dass die Insel eine Jurisdiktion auf See schafft, die 4000 Mal größer ist als ihre eigene Fläche.

    Athen: Fläche der Insel spielt keine Rolle

    Griechenland kontert damit, dass die Insel bewohnt sei und die gleichen Rechte in Bezug auf Seezonen genieße wie Territorien auf dem Festland. Die Größe der Insel dürfte dabei keine Rolle spielen, heißt es in Athen.

    am/mt

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    Tags:
    Streit, Ressourcen, Forschungen, Griechenland, Türkei