22:32 28 November 2020
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    EU-Kompromiss zu Corona-Paket – Deutschland zahlt mehr; Orban weist Kritik an Ungarns Rechtspolitik zurück; Trump schlägt in Corona-Pandemie pessimistischere Töne an; 2,8 Millionen Kinder in Deutschland von Armut betroffen; Auch Kanzleramt im Fokus im Wirecard-Fall; Kinderhilfswerk fordert besseren Schutz von Kinder-Influencern

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    EU-Kompromiss zu Corona-Paket – Deutschland zahlt mehr

    Deutschland muss nach dem Kompromisspaket beim EU-Sondergipfel jährlich rund zehn Milliarden Euro mehr in den europäischen Haushalt zahlen. Die jährliche Überweisung nach Brüssel liegt damit künftig bei etwa 40 Milliarden Euro, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Nicht eingerechnet ist dabei das EU-Geld, das aus Brüssel an Deutschland zurückfließt. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen verteidigte die Beschlüsse und betonte vor allem auch den Nutzen für Deutschland. 390 Milliarden Euro sollen als Zuschuss vor allem an Italien oder Spanien und Griechenland ausgegeben und nicht zurückverlangt werden. Der Anteil von 105 Milliarden, den Deutschland davon übernehmen soll, soll durch neue Steuern wie die Plastik- oder Digitalsteuer finanziert werden.

    Orban weist Kritik an Ungarns Rechtspolitik zurück

    Nach dem EU-Gipfel weist der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban Kritik aus anderen Mitgliedstaaten zurück, seine Regierung beschränke die Pressefreiheit und zersetze rechtsstaatliche Prinzipien. Die Opposition sei auch in den ungarischen Medien durchaus lebendig, sagte der Politiker zu „Bild“. So gebe es im Fernsehen, in Online-Portalen und anderen Publikationen täglich heftigste Kritik an seiner Regierung, wie jeder mit einer dreiminütigen Google-Recherche feststellen könne. Orban rügte, die Vorwürfe gegen seine Regierung seien so schwammig, dass man kaum gegenhalten könne.

    Trump schlägt in Corona-Pandemie pessimistischere Töne an

    US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner auf eine Verschlimmerung der Coronavirus-Pandemie eingestimmt. Es werde wahrscheinlich leider schlimmer werden, bevor es besser werde, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er sage das nicht gerne über Dinge, aber so sei es. Trump hielt das erste Mal nach knapp drei Monaten wieder eine Pressekonferenz ab, um über die Corona-Pandemie zu informieren. Viele seiner Äußerungen standen im Kontrast zu Aussagen der vergangenen Wochen.

    2,8 Millionen Kinder in Deutschland von Armut betroffen

    Kinderarmut bleibt einer Analyse zufolge mit unverändert hohen Zahlen eine „unbearbeitete Großbaustelle“. Rund 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen in Armut auf – 21,3 Prozent aller unter 18-Jährigen, berichtete die Bertelsmann Stiftung heute: „Seit Jahren ist der Kampf gegen Kinderarmut eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland.“ Dennoch gebe es seit 2014 im bundesweiten Durchschnitt wenig Verbesserungen. Die Corona-Krise drohe das Problem noch zu verschärfen.

    Auch Kanzleramt im Fokus bei Wirecard-Fall

    Im Fall Wirecard und der Rolle der Politik dabei rücken nun auch das Bundeskanzleramt und Kanzlerin Angela Merkel in den Fokus. Anlass ist eine China-Reise Merkels im September 2019, auf der sie das Thema Wirecard angesprochen hatte. Hintergrund war ein beabsichtigter Markteintritt Wirecards in China. Aus Sicht von Linken-Chefin Katja Kipping soll sich nun auch Merkel bei der geplanten Sondersitzung des Finanzausschusses des Bundestags in der kommenden Woche Fragen stellen.

    Kinderhilfswerk fordert besseren Schutz von Kinder-Influencern

    Das Deutsche Kinderhilfswerk hat einen besseren Schutz für Kinder gefordert, die auf Plattformen wie Youtube, Instagram und Tiktok als Influencer tätig sind und damit Geld verdienen. Dazu ist nach Ansicht des Vereins auch eine Anpassung des Jugendarbeitsschutzgesetzes notwendig, das regelt, unter welchen Voraussetzungen Kinder und Jugendliche in Deutschland arbeiten dürfen. Es müsse klar sein, dass die in Deutschland bestehenden Regeln zum Schutz von Kindern auch die Arbeit von Kindern im Internet umfasse, sagte Uwe Kamp, Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerks, der dpa.

    mk/dpa/sb

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    Tags:
    Armut, Kinder, USA, Coronavirus, EU, Deutschland