15:11 13 August 2020
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    Nach dem Überfall der US-Polizei auf ein Kamera-Team des russischen TV-Senders Erster Kanal hat die Botschaft Russlands Protest beim State Department eingelegt. Das teilte Botschafter Anatoli Antonow am Mittwoch in Washington mit.

    Der Vorfall hatte sich am Mittwochabend bei der Berichterstattung über Proteste in Portland ereignet. Die Kameraleute machten eine Reportage über Krawalle, deren Teilnehmer ein örtliches Gericht belagerten.

    Im Gebäude befanden sich Beamte der föderalen Sicherheitskräfte, die trotz der Proteste seitens der Ortsbehörden in die Stadt verlegt worden waren.

    Reporter hatten Namensschilder mit Aufschrift "Presse"

    Einige Polizisten griffen das russische TV-Team an, obwohl die beiden Reporter Namensschilder mit der Aufschrift „Presse“ trugen.

    Nach Angaben des Direktors der Nachrichtenredaktion des Kanals, Kirill Klejmjonow, kamen die beiden Reporter glimpflich davon. „Aber die Ausrüstung wurde unbrauchbar gemacht“, sagte er.

    Botschaft fordert detaillierte Untersuchung des Vorfalls

    Botschafter Antonow schrieb auf der Facebook-Seite der diplomatischen Mission, dass die Botschaft eine detaillierte Untersuchung des Vorfalls gefordert hätte.

    „Wir haben die US-Seite auch daran erinnert, dass wir bislang keine Antwort auf die vorangegangene Note vom 31. Mai erhalten hätten, die einen Angriff der Polizei auf den Reporter der Nachrichtenagentur RIA Novosti, Michail Turgijew, in Minneapolis betrifft“, schrieb Antonow.

    Russland will internationale Organisationen engagieren

    Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, dass Russland internationale Organisationen um den Schutz der Rechte und Freiheiten der Reporter ersuchen werde.

    am/mt

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    Tags:
    Rechtswillkür, Polizei, Reporter, US-Außenamt, Protest, Anatoli Antonow, Portland, USA