05:44 04 August 2020
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    Der wahrscheinliche designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, hat US-Staatsoberhaupt Donald Trump als ersten Rassisten unter allen amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten bezeichnet. Trump weise den Vorwurf zurück.

    „Wir hatten Rassisten, es gab sie. Sie haben versucht, sich zum Präsidenten wählen zu lassen. Er ist der erste, der es gemacht hat“, so Biden. 

    „Die Art und Weise, wie er mit Menschen in Bezug auf ihre Hautfarbe und Herkunft umgeht, ist absolut widerwärtig. Kein amtierender Präsident hat dies getan“, sagte Biden in einem virtuellen Gespräch mit Mitarbeitern der Gewerkschaft Service Employees International Union am Mittwoch (Ortszeit) gemäß einem Videoausschnitt. Ihm zufolge war das zuvor weder für demokratische noch für republikanische Präsidenten typisch gewesen. 

    „Er spaltet die Menschen, führt sie nicht zusammen“, sagte Biden und fügte hinzu, dass Trump den Iran und China für alles verantwortlich mache.

    Einige Internet-User wiesen darauf hin, Biden habe sich geirrt, als er Trump als „ersten Rassisten“ unter den US-Präsidenten einstufte. 

    „Es ist traurig, zu sehen, dass Bidens Demenz so schlimm geworden ist, dass er viel von der amerikanischen Geschichte vergessen hat. Trump ist weit weg von dem ersten rassistischen Potus, er ist einfach der neueste“, schrieb ein Twitter-Nutzer. 

    Ein anderer User wies in dieser Hinsicht auf die ehemaligen US-Präsidenten hin: auf Andrew Jackson, der Sklavenhalter gewesen war, und auf Abraham Lincoln, der den Vorrang der weißen Rasse gegenüber der schwarzen verkündet hatte. 

    Trump weist Bidens Vorwurf zurück

    „Ich habe für schwarze Amerikaner mehr getan als irgendjemand sonst, mit der möglichen Ausnahme von Abraham Lincoln“, entgegnete der US-Präsident auf die Anfrage eines Journalisten.  

    Trump zählte in diesem Zusammenhang seine Errungenschaften auf, nämlich die Reform der Strafjustiz und die Gefängnisreform sowie die Bewältigung der Arbeitslosigkeit unter nationalen Minderheiten im Inland. 

    Rassismus-Debatte in den USA 

    Eine Welle von Protesten und Unruhen erfasste US-amerikanische Städte nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizei-Einsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota). In vielen europäischen Städten kam es ebenso zu Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

    Sie lösten auch eine Debatte über die Erinnerungskultur des Landes aus. In mehreren Städten waren bei Protesten Statuen gestürzt worden, die historische Figuren darstellen, die mit Rassismus in Verbindung gebracht werden. Trump hat die „Verunstaltung” und den Sturz von Statuen und Denkmälern mehrfach scharf verurteilt.

    ao/sb/dpa

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    Vorwurf, Rassismus, USA, Donald Trump, Joe Biden