14:36 13 August 2020
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    Der Bericht des britischen Ausschusses über angebliche russische Einmischung in innere Angelegenheiten Großbritanniens hat die negativen Erwartungen Moskaus voll und ganz bestätigt. Dies gab der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag gegenüber Journalisten bekannt. 

     „Zu 100 Prozent (die Erwartungen bestätigt – Anm. d. Red.). Nein, es gab nichts (Neues – Anm. d. Red.) und für niemanden“, sagte Peskow.

    Zuvor teilte er mit, dass selbst dann, wenn der britische Bericht über die „russische Einmischung“ Anschuldigungen beinhalten werde, diese unbegründet sein würden, da „sich Russland in keinem Land der Welt in die Wahlprozesse eingemicht hat“.

    Auch Walentina Matwijenko, die Vorsitzende des russischen Föderationsrates (Oberhaus des Parlaments), äußerte sich zum Thema.  

    „Natürlich ist dies ein weiterer Versuch, Russland zu dämonisieren. Dabei wird auf den Brexit nicht eingegangen; damit hat man uns nicht in Verbindung gebracht, sondern sich an das Referendum von 2014 erinnert. Das heißt, die Briten regeln die Angelegenheiten unter sich, und trotzdem ist Russland schuld - wirklich unseriös für ein solches Land“, sagte Matwijenko auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.

    Russland werde keine Ausreden vorbringen, hieß es weiter. „Es lohnt sich nicht einmal, dies zu kommentieren, da es nun am Rande irgendwelcher ungeschickter Stereotypen steht“, fügte die Politikerin zu.

    Die Anschuldigungen seien unbegründet und es sei nicht klar, „was Russland damit zu tun hat“. 

    „Wie kann man das kommentieren? Es ist ein Kurs auf die Eindämmung Russlands“, sagte Matwijenko weiter. Eine solche Politik sei absolut verständlich. „Russland wurde für alles verantwortlich gemacht“, fügte sie hinzu.

    Der Parlamentarische Geheimdienst- und Sicherheitsausschuss Großbritanniens hat am Dienstag einen Bericht veröffentlicht, laut dem russische Nachrichtendienste Großbritannien als ihr oberstes Ziel betrachten und sich in innere Angelegenheiten des Landes eingemischt haben sollen. Russland weist alle Anschuldigungen entschieden zurück.

    Moskau nimmt Stellung 

    Der vorliegende Bericht sorgte für heftige Kritik vonseiten Russlands. So sagte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, dass dies „keine Sensation“ sei, und bezeichnete das Dokument als „russophobisches Fake“. Der Bericht verspreche nichts Gutes für die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien, die bereits durch London verdorben seien, erklärte der erste stellvertretende Leiter des Internationalen Ausschusses des russischen Föderationsrates, Wladimir Dschabarow.

    Russland hatte wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, es habe Versuche unternommen, demokratische Prozesse in verschiedenen Ländern zu beeinflussen. Dmitri Peskow sprach von „absolut unbegründeten“ Anschuldigungen.

    Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte mehrmals betont, dass es keine Beweise dafür gebe, dass sich Russland in die inneren Angelegenheiten von anderen Ländern einmische.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Dmitri Peskow, Bericht, Russland, Einmischung, Großbritannien