02:20 05 August 2020
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    Russlands Präsident Wladimir Putin und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump haben am Donnerstag ein Telefonat geführt. Dies gab der Pressedienst des russischen Staatschefs bekannt.

    Die Fragen der strategischen Stabilität und der Rüstungskontrolle wurden demnach „ausführlich betrachtet“. Russland und die USA trügen eine „besondere Verantwortung“ für die Aufrechterhaltung des internationalen Friedens und der Sicherheit.

    „In diesem Zusammenhang wurde die Relevanz bilateraler Konsultationen zu diesen Fragen bestätigt, unter Einschluss der Themen des Vertrags zur Verringerung strategischer Waffen.“

    Entwicklung des russischen Marschflugkörpers vom Typ Burewestnik (Standfoto aus einem Archivvideo)
    © Sputnik / Verteidigungsministerium Russlands / Handout
    Darüber hinaus sei die große Bedeutung der Initiative Russlands hervorgehoben worden, ein Treffen der fünf ständigen Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrates durchzuführen, um einen „weiten Problemkreis der internationalen Sicherheit“ zu besprechen.

    Laut dem offiziellen Sprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, brachte Trump die Hoffnung zum Ausdruck, dass Russland, China und die Vereinigten Staaten einen kostspieligen Rüstungswettlauf vermeiden würden.

    Irans Atomprogramm

    Ein weiteres Thema soll das iranische Atomprogramm gewesen sein. Sowohl die russische als auch die amerikanische Seite hätten die Betonung auf „Gefragtheit kollektiver Bemühungen zur Erhaltung der regionalen Stabilität und des globalen Regimes der Nichtverbreitung von Kernwaffen“ gelegt.

    Corona-Bekämpfung

    Die Staatschefs Russlands und der USA schätzten laut dem Statement die Zusammenarbeit ihrer Länder bei der Coronavirus-Bekämpfung positiv ein. Putin und Trump hätten sich bereit erklärt, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu entwickeln.

    Außerdem hätten die Präsidenten einander zum vor 45 Jahren erfolgten Start des sowjetischen Raumschiffs „Sojus“ und des US-Raumschiffs „Apollo“ gratuliert. Es hatte sich damals um den ersten gemeinsamen Weltraumflug von Vertretern verschiedener Länder gehandelt.

    Putins Pressedienst schätzte das Gespräch als „konstruktiv und inhaltsreich“ ein. Die Staatschefs hätten beschlossen, dass Kontakte auf unterschiedlicher Ebene auch weiter stattfinden würden.

    Zuvor hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow die Beziehungen zwischen Moskau und Washington als „spottschlecht“ bezeichnet. Sie lägen „immer noch fast auf dem Tiefststand“.

    Frage der atomaren Abrüstung

    Russland und die USA hatten im Juni 2020 Gespräche über eine neue Vereinbarung zur atomaren Abrüstung geführt. Die Verhandlungen in Wien sollen rund zehn Stunden gedauert haben. Es ging um das auslaufende New-Start-Abkommen, welches bislang die atomare Abrüstung zwischen Russland und den USA regelte.

    Der New-Start-Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu reduzieren. Aus Sicht der US-Regierung wird der New-Start-Vertrag den Herausforderungen der Zukunft jedoch nicht mehr gerecht. Die USA streben deshalb ein trilaterales Abkommen mit Beteiligung Chinas an, das mehr Transparenz über das Atomwaffenarsenal der Volksrepublik schaffen soll.

    Peking tritt laut den jüngsten Aussagen des Sprechers des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, gegen trilaterale Rüstungskontrollverhandlungen mit der Begründung auf, dass die Atomwaffenpotenziale der USA und Russlands weit über dem chinesischen lägen.

    mo/mt/sna

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    Tags:
    USA, Russland