07:15 25 November 2020
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    Die Anzahl der Hochqualifizierten, die über die Blaue Karte der EU nach Deutschland gekommen sind, hat im vorigen Jahr weiter zugenommen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) teilte am Freitag in Nürnberg mit, dass 2019 insgesamt 31.220 Nicht-EU-Ausländer mit EU Blue Card eingereist seien - 14,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

    Wie Andrea Schumacher, Vize-Präsidentin des Bundesamtes sagte, steigen die Erteilungszahlen bei der Blauen Karte EU seit deren Einführung vor acht Jahren stetig an. Nach ihren Angaben liegt Deutschland im Beliebtheits-Rating unter den EU-Ländern deutlich vorne. Seit der Einführung seien stets mehr als 82 Prozent der Erteilungen Blauer Karten in Europa auf die Bundesrepublik entfallen.

    Die 2012 in Deutschland eingeführte Blaue Karte der Europäischen Union gewährt zunächst befristetes Aufenthalts- und Arbeitsrecht für Hochqualifizierte - unter der Voraussetzung, dass die Bewerber einen Hochschulabschluss, eine Arbeitsplatzzusage in Deutschland sowie ein bestimmtes Mindesteinkommen haben. Die Blaue Karte ist ein befristeter Aufenthaltstitel für hochqualifizierte Zugewanderte aus Drittstaaten, der die Perspektive bietet, frühzeitig ein Daueraufenthaltsrecht zu erlangen und innerhalb der EU weiterzuwandern.

    2019 war ein Viertel aller Blauen Karten an Inder vergeben worden. Ihnen folgten Chinesen, Russen und Türken. Nur etwa jede vierte Blaue Karte geht an eine Frau. Die meisten Akademiker wandern nach Bayern ein (21,3 Prozent), gefolgt von Baden-Württemberg (16,2), Nordrhein-Westfalen (15,8) und Berlin (14,7).

    Wer mindestens fünf Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet hat, kann eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beanspruchen. Diese Möglichkeit schöpften im vergangenen Jahr dem Bundesamt zufolge 2410 Menschen aus - fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Aufenthaltstitel in der Forschung, für Studenten und für Mitarbeiter von in Deutschland tätigen Unternehmen steige weiter an.

    Der Zuzug von Fachkräften ist ein erklärtes Ziel Deutschlands. Der Mangel an ausgebildeten Personen wurde unter anderem von der Bundesagentur für Arbeit als entscheidendes Wachstumshemmnis definiert.

    ls/mt/dpa

     

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