14:49 13 August 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    3383
    Abonnieren

    Experten aus Russland und den USA haben am Montag in Wien Beratungen über strategische Stabilität begonnen. Zentrale Themen sind internationale Sicherheit und Rüstungskontrolle, wie die Ständige Vertretung Russlands bei den internationalen Organisationen in der österreichischen Hauptstadt mitteilte.

    Die Beratungen sollen am 30. Juli zu Ende gehen.

    „Ein Treffen von Experten aus Russland und USA zu Themen der strategischen Stabilität im Format von drei Arbeitsgruppen hat gerade in Wien begonnen“, teilte die Ständige Vertretung Russlands am Montagvormittag auf Twitter mit.

    Das russische Außenministerium hatte zuvor bekannt gegeben, dass es bei den Konsultationen um Doktrinen, Potenziale, Transparenz und Verifikation gehen werde.

    Das US-Außenministerium seinerseits teilte am Freitag mit, dass die Nichtverbreitung von Atomwaffen in den Mittelpunkt rücken werde. Es sei geplant, dass die Seiten „im Rahmen der US-Bemühungen, die Rüstungskontrolle auf ein trilaterales Format auszudehnen, über Nukleardoktrin und Sprengköpfe, Transparenz und Verifikation diskutieren werden“.

    Zuletzt hatten die bilateralen strategischen Beratungen am 22. und 23. Juni in Wien stattgefunden. Die Delegationen unter der Leitung des russischen Vize-Außenministers, Sergej Rjabkow, und des US-Chefunterhändlers für Rüstungskontrolle, Marshall Billingslea, diskutierten über eine Verlängerung des Vertrags zur Verringerung strategischer Offensivwaffen (New-Start) sowie über mehr Stabilität und Voraussagbarkeit nach der Kündigung des INF-Vertrages. Beide Seiten setzten zudem eine Arbeitsgruppe für Weltraum und weitere Arbeitsgruppen ein.

    Am Donnerstag vergangener Woche hatten Russlands Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump über die Rettung des New-Start-Vertrags gesprochen. Der Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen zwischen den beiden Ländern läuft in gut einem halben Jahr aus. Die USA pochen schon lange darauf, China bei den Gesprächen um das New-Start-Abkommen mit an den Verhandlungstisch zu holen. Peking weigert sich aber bisher strikt, über sein relativ kleines, aber wachsendes Atomwaffenarsenal zu verhandeln.

    leo/sna/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Unbekannte bewaffnete Menschen in Minsker Yandex-Büro eingedrungen
    „Putins Murks“? Galle deutscher Medien und fünf Fragen zum ersten russischen Corona-Impfstoff
    T-80-Panzer bei Moskau taucht unter: Kriegsgerät bezwingt Unterwasser-Hindernisse – Video
    Starkregen und Sturm in Deutschland: Große Schäden durch Unwetter – Fotos und Videos
    Tags:
    INF, New-START-Vertrag, Experten, Stabilität, Vertrag, Abrüstung, Beratung, Strategie, Wien, USA, Russland