05:28 15 August 2020
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    Der Konflikt an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan eskaliert. Das armenische Verteidigungsministerium gab am Montag den Tod eines Vertragssoldaten infolge eines Scharfschützenfeuers bekannt. Aserbaidschan meldet seinerseits 45 Verstöße gegen den Waffenstillstand an vorderster Front mit Armenien.

    „Am 27. Juli gegen 01:10 Uhr (Ortszeit), an der Kampfposition einer der in nordöstlicher Richtung (der Staatsgrenze) stationierten Militäreinheiten, erlitt der Vertragssoldat Aschot Mikaeljan infolge eines feindlichen Schusses aus einer Scharfschützenwaffe eine tödliche Schusswunde“, heißt es in der Erklärung des armenischen Verteidigungsamts.

    Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium gab dagegen am Montag den Beschuss seiner Armeestellungen im Bereich der Kontaktlinie in Berg-Karabach sowie an der Grenze zu Armenien bekannt.

    Die armenischen Streitkräfte hätten während des Beschusses großkalibrige Maschinengewehre und Scharfschützengewehre verwendet

    „Einheiten der armenischen Streitkräfte haben mit großkalibrigen Maschinengewehren und Scharfschützengewehren tagsüber 45 Mal in verschiedenen Richtungen der Front gegen den Waffenstillstand verstoßen. Von den Positionen in den Dörfern Tschinari, Ajygedsor sowie in den unbenannten Höhen der Berd-Region und des Gebiets Tschambarak wurden die Positionen der aserbaidschanischen Armee in den Siedlungen Agdam, Kokhanebi, Munjuglu in der Region Tovuz, sowie in Garaweliler, Gejali und in unbenannten Höhen auf dem Gebiet der Region Gadabaj beschossen“, heißt es in der Erklärung des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums.

    Seit dem 12. Juli kommt es an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan zu bewaffneten Auseinandersetzungen, die mehrere Todesopfer forderten. Die aserbaidschanischen Streitkräfte verloren nach eigenen Angaben zwölf Armeeangehörige, darunter einen General. Armenien berichtete von vier Toten und elf Verletzten auf seiner Seite. Beide Staaten, die sich seit dem Zerfall der Sowjetunion um die Region Bergkarabach streiten, machen sich gegenseitig für die jüngste Eskalation verantwortlich. Viele Länder riefen die Konfliktparteien zum Dialog auf. Das russische Außenministerium bot sich als Vermittler an.

    sm/ae

     

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    Tags:
    Waffenruhe, Soldat